Frau am Sonntag: Portrait Brigitte Bardot

„Jedes Alter kann ganz wunderbar sein – vorausgesetzt, man akzeptiert es.“

Die französische Schauspielerin Brigitte Bardot ist eine Stilikone. Sie wurde am 28. September 1934 in Paris geboren. Bardots Eltern gehörten der oberen Mittelklasse an; sie selbst besuchte eine Privatschule und nahm nebenher Ballettunterricht, später wurde sie an einer Ballettschule angenommen. 1949 wurde die junge Französin als Model entdeckt, zierte bereits mit 15 das Cover der Elle.

Auch die Filmindustrie wurde auf sie aufmerksam: Von 1952 bis 1956 spielte Brigitte Bardot in 17 Filmen mit, welche zwar keine großen kommerziellen Erfolge wurden, die junge Brigitte jedoch aufgrund ihrer Rollen als verführerische Blondine bekannt machten.
Erst der Film „Und immer lockt das Weib“ (1956) bedeutete für die Französin den internationalen Durchbruch. Auch in diesem Streifen stellte Bardot eine laszive, umschwärmte Blondine dar – und so wurde sie auch anschließend gezielt von den Fotografen und Regisseuren inszeniert. Gerade in den USA war man von ihrer offensiven, üppigen Weiblichkeit überwältigt, in der – im Gegensatz zu etwa Marylin Monroe – doch eine gewisse Natürlichkeit mitschwang. Trotz ihres wilden blonden Haares, den vollen Lippen und der kurvigen Figur schien sie nicht wie ein glamouröser, unerreichbarer Star, sondern behielt sich ihre Leichtigkeit und Jugendlichkeit bei.

Besonders oft präsentierte sich Brigitte Bardot in ihren Filmen oder für die Fotografen an der französischen Riviera auch im Bikini. War man in Europa zu dieser Zeit schon etwas freizügiger, bedeutete die knappe Badekleidung gerade in den USA einen handfesten Skandal. Ihre präferierten Badeorte St. Tropez und das brasilianische Buzios sind dank der Schauspielerin auch heute noch Touristenmagnete.

Passend zu ihrem Image war Brigitte Bardots Privatleben dabei stets turbulent. Sie hatte mehrere Affären, insgesamt heiratete sie vier Mal.
Während ihrer Karriere spielte Bardot in 47 Filmen mit,  jedes Jahr stand sie für mindestens einen Streifen vor der Kamera. Nebenbei nahm sie auch Musik auf und veröffentlichte insgesamt 80 Songs. 1973 beendete sie ihre Filmkarriere. Anschließend konzentrierte sie sich auf den Tierschutz. Für ihr Engagement erhielt sie viel Lob und zahlreiche Auszeichnungen. Jedoch stand Bardot im Gegensatz zu ihrem Image in den letzten Jahren auch mehrfach aufgrund u.a. rassistischer Äußerungen vor Gericht und wurde wegen ihrer Nähe zur rechtsextremen französischen Partei kritisiert.

Ihrem Mythos tut dies jedoch keinen Abbruch. In den 50er- und 60er-Jahren gehörte Bardot zu den bekanntesten und am meisten fotografierten Stars der Welt. Viele Frauen kopierten ihren verführerisch-mädchenhaften Look; charakteristisch für Bardot waren die blonde Beehive-Frisur, schwarz umrandete Augen und sexy-lockere Kleidung. Noch heute gilt Brigitte Bardot als eine der verführerischsten Frauen und als größte französische Schauspielerin aller Zeiten.

Quelle: fashionpress.de

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Na ja, „größte französische Schauspielerin“ würde ich bei aller bewundernden Zuneigung für BB nicht unterschreiben… Da fallen mir doch eher Damen wie Jeanne Moreau oder Isabelle Huppert ein. 🙂
    Uschi aus Aachen kürzlich veröffentlicht…GlückMy Profile

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