Genießen statt Niesen: Heuschnupfen und Allergien im Frühling

Kaum ist der Winter vorüber und die Nase endlich frei, können rund 30 % der Deutschen trotzdem nicht wieder durchatmen: Schon ab Februar sorgt Heuschnupfen bzw. die allergische Rhinitis erneut für laufende Nasen, tränende Augen und eine erschwerte Atmung. Wie man beschwerdefrei in den Frühling starten kann lest ihr hier.

Come fly with me!

Die allergische Rhinitis ist eine saisonale Erkrankung, die durch bestimmte Allergene ausgelöst wird und zu einer jahreszeitlich oder ganzjährig auftretenden Entzündung der Schleimhäute führt. Während im Frühjahr überwiegend Blüten-, Baum- und Gräserpollen für laufende Nasen und gerötete Augen sorgen, reagieren viele Menschen das gesamte Jahr über allergisch auf Hausstaubmilben oder Tierhaare. Dabei setzt der Pollenflug klimabedingt mit jedem Jahr früher ein und dauert länger an. Bei idealen Wetterbedingungen können Pollen über 200 km weit getragen werden!

Alles läuft!

Als Ursache gilt die übersteigerte Reaktion des Immunsystems auf Fremdstoffe. Sowohl Genetik als auch Exposition gegenüber Allergenen prädisponieren einen Heuschnupfen. So sind Personen, in deren Familien Asthma und Allergien auftreten, häufiger von der allergischen Rhinitis betroffen. Der Mechanismus des Auftretens von Heuschnupfen ist relativ unkompliziert: Sobald der Körper in Kontakt mit Allergenen kommt, werden die Mastzellen aktiviert und die Freisetzung von Histamin beginnt. Histamin ist ein Naturstoff, der im menschlichen Körper als Gewebshormon und Neurotransmitter wirkt und eine zentrale Rolle bei allergi-schen Reaktionen und der Abwehr körperfremder Stoffe spielt. Er bewirkt u. a. das Anschwellen der Nasenschleimhaut und regt die Drüsentätigkeit an. Die Folge: Die Nase läuft.

Heuschnupfen und Alkohol

Ob der Cocktail am Abend, der Wein zum Abendessen oder das beliebte Feierabendbier: Alkohol ist ein fester Bestandteil unserer Alltagskultur. Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt etwa 9,6 Liter Alkohol pro Jahr – das entspricht ungefähr der Menge einer vollen Badewanne. Und obwohl sich Alkohol vielfach auf den Körper auswirken kann, so bringen ihn vermutlich nur die wenigsten mit einem Heuschnupfen in Zusammenhang: Tatsächlich kann aber Alkohol – oder vielmehr das darin enthaltene Histamin – die Symptome eines Heuschnupfens verschlimmern. Nicht nur haben bestimmte Spirituosen einen sehr hohen Histamingehalt – auch fördert Alkohol die Freisetzung körpereigenen Histamins. Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Konsum von Wein das Allergierisiko erhöhen kann.

Mit Smoothies gegen Heuschnupfen?

Laut der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) war die Belastung durch Birkenpollen im vergangenen Jahr besonders hoch. Ob in diesem Jahr mit einer niedrigeren Belastung zu rechnen ist, ist fraglich. Doch während viele Pati-enten in solchen Fällen auf Antihistaminika, Nasensprays und die Behandlung mit Kortison bauen, haben spitzfindige englische Saftbar-Betreiber womöglich einen völlig neuen Behandlungsansatz entdeckt: The Juice People im britischen Covent Garden haben einen Smoothie entwickelt, der reich an Antihistaminika und ent-zündungshemmenden Inhaltsstoffen wie Ananas, Ingwer, Apfel und Zitrone ist. Ganz einfach lässt sich dieser aber auch selbst zubereiten. Um von seinen symp-tomentlastenden Eigenschaften zu profitieren, sollte man jeden Morgen ein Glas zu sich nehmen. Die Kombination von Ananas, Apfel und Zitrone sorge für einen richtigen Vitamin-C-Kick. Dieses ist als Antioxidans in der Lage, überflüssiges Histamin teilweise zu binden und zu ungefährlichen Säuren umzubauen.
Zudem hilft das in der Ananas enthaltene Enzym Bromelain, die Schleimproduktion zu reduzieren. Studien legen außerdem nahe, dass Quercetin in Äpfeln immunmodulatorische, antiallergische und entzündungshemmende Eigenschaften hat. Na dann – Prost auf die Gesundheit!

Quelle: medicalpress.de

 

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