Katers Kolumne – Rückblick März 2017

Ihr Lieben, traditionell beginne ich ja immer mit dem Wetter. Es hat im letzten Monat zwar ab und zu geregnet, aber es gab auch die ersten sehr schönen, warmen Tage. Das habe ich redlich ausgenutzt und habe viel Zeit draussen verbracht. Anders im Februar, den ich so ungemütlich fand, dass ich in Depressionen verfallen bin. Deshalb gab es für diese Zeit auch keine Kolumne. Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen.

Die ersten Frühlingstage habe ich also draußen auf meiner Terrasse oder unten im Garten verbracht. Wie ich euch schon einmal berichtet habe, sind der andere Revierkater und ich schon fast Freunde geworden. Eines Abends aber tauchte ein schwarzer Kater, den ich vorher noch nie gesehen hatte, auf meiner Terrasse auf. Eigentlich wollte ich ihm nur zeigen wer hier das Sagen hat und ihn verjagen. Der Mistkerl aber meinte, nur weil er noch Eier hat, den starken Mann markieren zu müssen und fing einen fürchterlichen Streit an. Eine Prügelei ließ sich leider nicht mehr vermeiden. Wir beiden fegten also kämpfend über die Terrasse und das Dach und plumpsten in den Garten.

Aus Mund und Nase blutend, hatte ich genug von diesem schwarzen Ungeheuer und nahm die einladend geöffnete Terrassentür meiner Ersatz-Dosenöffner gerne an. Mein Frauchen wurde sofort darüber informiert, dass ich schwerverletzt und blutend in deren Wohnzimmer liegen würde. Ratzfatz war Frauchen zur Stelle und gemeinschaftlich, aber über meinen Kopf hinweg, wurde beschlossen den Nottierarzt anzurufen. Die Ansprechpartner der Praxis allerdings legte mein Ersatzherrchen dreimal in die Warteschleife und schmiss ihn dreimal aus der Leitung. Ich war, ehrlich gesagt, froh darüber. Nein,ich wollte nicht zum Arzt.

Alternativ wurde jetzt Ruth, die nette Nachbarin von nebenan, gerufen. Sie war nämlich einmal Tierarzthelferin und kannte sich ein wenig aus. Jedoch hatten sie die Rechnung ohne mich gemacht. Ich wollte still leiden und eventuell mit einigen Streicheleinheiten bedauert werden. Ich ließ also eine gründlche Untersuchung nicht zu und zeigte das auch unmißverständlich durch warnendes Fauchen. Sie gab auf und Frauchen marschierte zurück in unsere Wohnung – ich hinterher. Schließlich hatte ich einen grossen Kampf hinter mir und war hungrig und durstig. Frauchen hat mit den Nachwirkungen einer solchen Anstrengung schon einige Erfahrungen sammeln können und wartete erst einmal die nächsten Tage ab. Ich brauchte also erst einmal nicht zum Arzt – puh, Glück gehabt.

Die nächsten Tage habe ich Frauchen erfolgreich, wie ich dachte, an der Nase herumgeführt. Ich ging raus, kletterte nach unten und dort direkt wieder rein zu meinen Ersatzeltern.  So ging ich diesem blöden und streitsüchtigem Kater aus dem Weg und meine Dosenöffnerin warder Meiung , ich springe mopsfidel im Garten herum. Doch ich war von Verrätern umgeben und wurde verpetzt. Frauchen wußte also Bescheid.

Zwei Wochen später bekam ich grosse Schmerzen, ich armer, armer Kater. Ich konnte nichts fressen, mußte also jämmerlich verhungern, weil es einfach so weht tat. Also doch zum Arzt – oh Gott, zu einem wildfremder Menschen. Tante Tierarzt in Krefeld, die ich so gut kannte, ist jetzt wohl zu weit weg. Also wurde ich auf gemeine Art in die Transportkiste gelockt und los gings. Autofahren finde ich ausgesprochen spannend, weil es so viel neues zu sehen gibt. Als wir am Ziel ankamen, war alles halb so schlimm. Jetzt bekam ich einen Onkel Tierarzt und der war sehr nett. Ich durfte das ganze Behandlungszimmer erkunden und ein paar eigene Zeilen in seinen Laptop schreiben, bis er mich genauer untersuchte. Dann allerdings hat er mich gespikst und das tat so weh, dass ich ihm leider eine runterhauen musste. Meine Krallen habe ich dabei drinnen gelassen, denn eigentlich war er ja nett.

Ich bekomme zwar noch Medikamente, die Frauchen immer geschickt versteckt, aber es geht mir viel besser. So oft ich kann liege ich auf meiner Terrasse und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Ab und zu schlafe ich bei meinen Ersatzdosenöffnern, denn Abwechslung macht Spaß.

Ich wünsche euch einen sonnigen April und schöne Ostern.

Bis zum Wonnemonat Mai bin ich sicher wieder ganz gesund.

Euer

Kater Anthony Malo Miau

 

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