Katers Kolumne September 2017

Was für ein Monat! Ein Wechselbad der Gefühle für mich und das mag Felidae so gar nicht. Meine Art mag es ruhig, warm und gleichbleibend gemütlich.

Das Wetter, ein Dauerthema in diesem Jahr, war den grossen Teil des Monats ja mehr als bescheiden. Herbst, schon Anfang September, ist nichts für mich. Gemütlich war es drinnen, aber auch langweilig.

Ich schaue ja gerne mit Frauchen Fernsehen. In diesem Monat war Wahlkampf angesagt. Mann, hat mich das gelangweilt. Viele Menschen, die viel von sich gaben und dort nichts sagten. Das Meiste wirkte auf mich ausgesprochen einschläfernd. Nun ist der Wahlkampf vorbei und mein Frauchen sagt, dass viel zu viele eine braune Mist-Partei gewählt haben. Ich wusste nicht, das ihr Menschen Mist wählen könnt. Ich hätte doch auch eine Partei gründen können, voll von intelligenten Katzen. Tolle Alternative, oder? Na ja, vielleicht beim nächsten Mal.

Der häßliche Kater „Trumpel“ hat wieder viel Geschwafel von sich gegeben. Ich gewöhne mich langsam daran. Frauchen aber sagt, dass es gefährlich ist, wenn er sich mit diesem Kim wie im Kindergarten streitet, aus lauter Angst, man könnte sich gegenseitig sein Spielzeug wegnehmen. Wenn ich mich seltsam benehme, geht mein Frauchen immer mit mir zum Arzt. Warum macht das keiner mit Trumpel?

Am 18. hatte mein Frauchen Geburtstag. Soviel an diesem Tag, als auch am darauffolgenden Sonntag waren Gäste da. Oh, das war sooo schön. Viele Hände die mich streichelten und ich immer mittendrin. Ich liebe das!!!

Mein Frauchen musste Mitte des Monats zu einer Untersuchung, die sich MRT nennt. Ergebnis: Wieder eine Gewebezunahme mit Verdacht auf Rezidiv, diesmal auf der anderen Halsseite. Die Arme kommt einfach nicht zur Ruhe. Die sechste OP innerhalb von einem Jahr steht an. Am letzten Donnerstag musste sie nun ins Krankenhaus, war aber Freitag nachmittag wieder da, was mich sehr freute. Meine Ersatzeltern schleifen nämlich gerade ihren Parkettboden im Wohnzimmer ab. Soviel Unruhe ist nichts für mich, aber wo soll ich sonst hin?

Frauchen war also Freitag Nachmittag wieder da – unplanmässig. Donnerstag wurden die Voruntersuchungen gemacht, die eigentlich nur 2 Stunden dauerten. Sie musste trotzdem dableiben. Freitag war die Operation für halb zwei angesetzt. Von Donnerstag Nacht an musste sie nüchtern bleiben, eine lange Zeit. Um zwei Uhr kam der Chefarzt und informierte Frauchen, dass es später würde, weil ein Kindernotfall dazwischen gekommen sei. Also weiter nüchtern bleiben. Um drei Uhr kam dann eine junge Ärztin um mitzuteilen, dass das mit der OP nichts mehr wird und Frauchen konnte nach Hause gehen. Was für eine maßlose Zeitverschwendung! Nun bekommt sie am Montag einen neuen OP-Termin.

Wir hören und Anfang November, hoffentlich mit viel guten Neuigkeiten, wieder. Bis dahin wünsche ich euch einen sonnigen „goldenen Oktober“.

Euer

Kater Anthony Malo Miau

 

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