Masterplan – Internationaler Sportspaß für Ü35

Gastbeitrag von Ines Balcik

Ines ist freie Lektorin und Fachbuchautorin. Im Sprachblog bloggt sie Randnotizen zur deutschen Sprache, außerdem betreibt sie das Kandil-Magazin für interkulturelle Familien.

Spielfeste sind was für die Jüngsten – und für alle, die erwachsen genug sind, um Spielen wieder schätzen zu können. Um nicht viel anderes geht es bei den internationalen Masters Games. Nun gut, Spaß am sportlichen Kräftemessen und ein Mindestalter von 35 Jahren sollte man mitbringen. Abgesehen davon gibt es kaum Grenzen für die internationalen Sportfeste der Seniorensportlerinnen und -sportler, die alle vier Jahre weltweit und regional ausgetragen werden. Die Veranstaltungen des Dachverbandes IMGA (http://www.imga.ch/, International Masters Games Association) sind getragen vom olympischen Gedanken, der bei den richtigen Olympischen Spielen zu oft auf der Strecke bleibt: Dabei sein ist alles.

Für die Masters Games gibt es keine Qualifikationshürden oder Teilnahmebeschränkungen, vom Alter einmal abgesehen. Zu jung darf man nicht sein, nach oben gibt es keine Grenze. Je älter die Teilnehmerin, desto größer der Applaus, lässt sich die Philosophie dieser „Sport für alle“-Veranstaltungen zusammenfassen.

Wer mit Sport überwiegend unangenehme Erinnerungen verbindet, fragt sich vielleicht nach dem Sinn einer solchen Veranstaltung. Wer ein bisschen Spaß an Bewegung hat, kann schnell auf den Geschmack kommen. So jedenfalls erging es mir. In Deutschland ist die IMGA-Bewegung wenig bekannt, zum ersten Mal hörte ich von den World Masters Games, als sie 2009 in Sydney stattfanden. Die Idee der Sportspiele für jedermann faszinierte mich. Von da an behielt ich die Seniorenspiele im Auge.

2013 dann war es so weit: Ich nahm an den 8. World Masters Games in Turin in zwei Sportarten teil, verlebte dort unvergessliche Tage – und gewann noch dazu eine Goldmedaille. Für die nächsten europäischen Masters Games im Oktober in Nizza bin ich in drei Sportarten angemeldet. Mein Mann, der lieber zusieht als mitzumachen, wird in diesen Tagen wieder zu meinem treuen Coach. Ich freue mich auf den friedlichen Wettstreit und das Kennenlernen anderer Menschen mit Spaß am Sport aus ganz Europa. So wie meine ungarische Doppelpartnerin im Tennis, die ich 2013 in Turin kennengelernt habe. Den Doppeltitel der World Masters Games gewannen wir nicht, nun geht es um neues Spiel und neues Glück bei den europäischen Spielen. Ich freue mich darauf!

Weitere Teilnahmeziele habe ich genug, denn auch Winterspiele werden ausgetragen. Wie schön, dass man niemals zu alt werden kann für diese Spielfeste!

Vielen Dank liebe Ines für diesen interessanten Beitrag.

 

 

 

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