Sonntagsfragen an Claudia Bäumer

Claudia Bäumer 02

Danke Claudia, dass du meine Sonntagsfragen bereitwillig beantworten möchtest. Stelle dich bitte unseren Lesern kurz vor:

„Mit Anfang 20 Jahren traf mich ein persönlicher Schicksalsschlag sehr hart und stellte alles in Frage, woran ich bis dato geglaubt hatte. Seitdem beschäftigte ich mich Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie und der Frage, WIE gestalten Menschen ihr persönliches Schicksal – Quasi zur Selbsthilfe. Beruflich bin ich viele Wege gehen, bis ich mit Mitte 40 angekommen bin und noch einmal etwas ganz Neues angefangen habe: Mit meiner Lebensduft Praxis. Dort begleite ich als Hypnotiseurin, Persönlichkeitstrainerin und Mentalenergetikerin, Menschen in Umbruchsituationen, in schwierigen Lebensphasen oder auf dem Weg zu sich selbst. Neben dem Wissen aus beruflichen Aus- und Fortbildungen, bringe ich in meiner täglichen Arbeit, die Erfahrungen aus der Schule des Lebens ein. Ergänzend zu meiner Lebensduft Praxis, gibt es seit Oktober 2015 den Lebensduft Blog, auf dem ich Inspirationen für ein glückliches und erfülltes Leben gebe. Ich teile mein Wissen und meine Lebenserfahrungen gerne mit anderen Menschen *lach*. Sonst hätte ich in meinem Beruf wahrscheinlich nicht meine Berufung gefunden. Der Lebensduft Blog ist hierfür wunderbar geeignet und so ganz nebenbei helfe ich damit den Menschen, die meine Beiträge gerne lesen und ins Tun kommen möchten. Mein bisheriges Leben hat viele Prüfungen für mich bereit gehalten, denen ich mich mutig gestellt habe. Und trotzdem, oder genau deshalb, bin ich ein optimistischer und zuversichtlicher Mensch der neugierig darauf ist, was es im Leben alles zu entdecken gibt.“

Wenn du ans Älterwerden denkst, was ist für dich das Schönste, was das Schlimmste daran und was macht dir am meisten Angst?

Wann bin ich überhaupt „älter“? In 10 oder 20 Jahren? Oder bin ich heute schon „älter“? Ans Älterwerden möchte ich nicht denken. Diese Zeit kommt, so oder so. Generell denke ich persönlich, dass Älterwerden immer im Auge des Betrachters liegt. Denn älter werden heißt ja nicht, automatisch auch älter zu denken und zu leben. Wenn ich dennoch einen Blick auf meine Best-Ager-Zeit werfe, dann ist das Schönste aus heutiger Sicht Gesundheit, Verstand und eine bestimmte Unabhängigkeit. Aus dem Gegenteil von all dem, ergeben sich das für mich persönlich Schlimmste und meine Altersängste. Aber wie gesagt, dass ist meine heutige Sichtweise.Das Leben ist in ständiger Entwicklung und wir befinden uns mittendrin. Vielleicht habe ich in 20 Jahren ganz andere Altersängste und Wünsche.

Welche Vorteile siehst du in deinem Alter gegenüber der jungen Generation?

Ich denke, dass jede Generation Vor- und Nachteile hat. Für mich persönlich sehe ich die Vorteile meines Alters in Gelassenheit und Entschleunigung. Ich bin an meinem beruflichen Höhepunkt angelangt. Das bedeutet zwar keineswegs, dass ich mich nun auf meinen Lorbeeren ausruhe. Dafür bin ich viel zu neugierig und lerne gerne Neues hinzu. Aber ich muss nicht mehr alles machen, kann selegieren und notfalls auch mal verzichten. Der Leistungsdruck ist nicht mehr so hoch. Dafür habe ich viele Jahre Vollgas gegeben, um heute das Tempo ein wenig zu drosseln. Das genieße ich sehr.

Was war deine schönste und was deine schlimmste Erfahrung in deinem bisherigen Leben?

Die schönste Erfahrung in meinem Leben ist, neben Mutti und Omi zu sein, meine zweite Ehe. Ich bin sehr glücklich verheiratet und habe einen tollen Partner, Freund und Geliebten an meiner Seite, der mich motiviert, bremst wo nötig, ermutigt, tröstet, motiviert, hinter meinen Ideen steht (seien sie noch so ausgeflippt) und mit mir bis ans Ende der Welt gehen würde. Ich wünsche jedem Menschen auf dieser Welt, eine so harmonische und gleichberechtigte Partnerschaft, wie ich sie leben darf. Doch sie fällt einem nicht einfach so in den Schoß. Man muss schon jeden Tag etwas dafür tun und an der Partnerschaft arbeiten. Aber ich versichere: Es lohnt sich!

Die schlimmste Erfahrung in meinem Leben, musste ich mit Anfang 20 Jahren machen, als mein Sohn mit 8 Monaten an Kindstod starb. Mein Leben, meine Werte, meine Glaubenssätze – Einfach alles lag als Trümmerhaufen vor mir. Aus diesem Schicksalsschlag habe ich mein Lebensmotto entwickelt: Ich lebe nicht in meiner Vergangenheit. Ich lebe in der Gegenwart für meine Zukunft. Dieses Lebensmotto hat mir schon oft geholfen, den Blick nach vorne zu richten und Dinge anzugehen. Wie so vieles im Leben, hat alles zwei Seiten. Rückblickend kann ich sagen, dass der Tod von meinem Sohn, wegweisend für meinen heutigen Beruf und meine Arbeit war.

Welche Lebensphase hast du als deine glücklichste empfunden?

Ich hatte keine Lebensphase, die stetig glücklich gewesen wäre. Dafür war mein Leben ein Auf und Ab und hielt viele Prüfungen für mich bereit. Auf mein Leben rückblickend würde ich das Wort „glücklich“ gegen „zufrieden“ ersetzen. Denn ich habe gelernt, dass Zufriedenheit die Voraussetzung für Glück ist.

Was war das schönste Geschenk, das du je bekommen hast?

Wahrscheinlich sollte ich bei dieser Frage ein Geschenk im Sinne von Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk benennen. Doch mein schönstes Geschenk sind meine 4 Kinder und mein zweiter Ehemann, durch den ich identisch werden konnte und ich ICH sein kann.

Sind deine Lebensträume wahr geworden?

Ja, einige sind noch in „Arbeit“. Meine Lebensträume ändern sich im Laufe der Zeit, sind mir nicht mehr wichtig und es kommen neue hinzu. Von daher wird meine Traumerfüllung noch spannend.

Wohin möchtest du noch reisen, was noch erleben, was noch lernen?

Ich bin ein neugieriger Mensch, in Bezug auf Neues entdecken und Neues hinzu lernen. Insofern gibt es für mich auf der großen Welt noch viele Orte, die ich gerne bereisen möchte und es warten noch viele Dinge darauf, von mir entdeckt und erlernt zu werden.

Wie stellst du dir dein Leben mit 70, 80 oder älter vor?

Kurz und knackig: weise, gesund und zufrieden, inmitten von den Menschen, die ich liebe.

Hast du Angst vor dem Tod?

Diese Frage macht mich nachdenklich und vielleicht ändere ich meine Einstellung dazu. Heute aber kann ich sagen, dass ich keine Angst vor dem Tod habe. Vielmehr vor dem Abschied nehmen und Träume nicht gelebt zu haben, die sich auf meiner persönlichen „Herzenswunsch-Erfüllungsliste“ befinden.

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