Sonntagsfragen an Elinor Maiß

Hallo Elinor, danke dass du dich für ein Interview zur Verfügung gestellt hast. Bitte stelle dich kurz meinen Lesern vor:

Vor einigen Jahren hat mein Partner mich, die eingefleischte Kölnerin, vom quirligen Köln nach Bergisch Gladbach gelockt. Inzwischen weiß ich die sanfte grüne Landschaft immer mehr zu schätzen, zumal es für mein Englischtraining am Telefon keine Rolle spielt, wo ich wohne. Mit meinen ungewöhnlichen Sprachtrainings am Telefon, auf der Straße und am Kochtopf inspiriere ich meine Kunden, einfach frei Englisch zu sprechen – passgenau für Business, Freizeit und Reisen.

Gleichzeitig gab es immer den Wunsch, meine Welt künstlerisch zu gestalten. Meine Mosaik-Welt wurde geboren. Hier können die Gedanken zur Ruhe kommen, Schönheit und Harmonie entsteht.

 

Wenn du ans Älterwerden denkst, was ist für dich das Schönste, was das Schlimmste daran und was macht dir am meisten Angst?

Also zuerst mal … ich habe vor alt zu werden und gesund zu bleiben 😉
Ich bin in der besten Zeit meines Lebens angekommen und ich glaube, da ist noch viel Steigerungspotential. Ich fühle mich (meistens) kraftvoll und gesund. Ich habe eine Menge dafür getan, dass es so ist, wie es ist.

„…in solche Gefühlswelten möchte ich nicht noch einmal zurück.“

 

Welche Vorteile siehst du in deinem Alter gegenüber der jungen Generation?

Auf die oft gestellte Frage „ Möchtest du noch mal 18 (oder 20, 25 etc.) sein?“ ist meine klare Antwort „Nein“.
Ich war kein glückliches Kind und – besonders für meine Mutter – keine pflegeleichte Jugendliche. Viele dieser schwierigen Emotionen sind inzwischen gewandelt, doch in solche Gefühlswelten möchte ich nicht noch einmal zurück.

Was war deine schönste und was deine schlimmste Erfahrung in deinem bisherigen Leben?

Es gibt nicht die eine beste oder schlimmste Erfahrung in meinem Leben; es sind eher Entwicklungen in Phasen.
Ich habe vieles ausprobiert an Künstlerisch-Handwerklichem. Das war spannend und die Arbeit mit meinen Händen immer erdend und zentrierend. Diese Qualitäten finden sich heute kristallisiert in meinen Mosaikarbeiten. Sie werden derzeit auch weiter ausgebaut, einen Eindruck davon gibt es auf www.mosaik-visionen.de.

Das eher ungeliebte Lehramtsstudium hat mich nicht an eine Schule gebracht, sondern ist die Basis, auf der ich über die Jahre meine ganz eigene Art von Englischtraining entwickelt habe.

Ich habe viele Dinge in meinem Leben so verändert, dass sie wirklich zu meinem eigenen wurden und damit zum – vorläufig;) – Besten. Steigerungen nicht ausgeschlossen.

„Die Zeit, in der ich jetzt lebe, ist definitiv die bisher glücklichste…“

 

Welche Lebensphase hast du als deine glücklichste empfunden?

Die Zeit, in der ich jetzt lebe, ist definitiv die bisher glücklichste, nicht zuletzt aufgrund einer stabilen, liebevollen Partnerschaft. Jetzt ernte ich, wofür ich – zum Teil mit vielfältiger Unterstützung – gearbeitet habe.
Auch für die beruflichen Fragen habe ich mir immer wieder Hilfe geholt. So hat sich aus dem Allerweltsangebot Englischunterricht ein auch für mich selbst spannender, lebendiger Ansatz des Sprache Lernens entwickelt. Es ist schon toll zu erleben, wie Menschen, die eigentlich Angst haben, frei Englisch zu sprechen, sich auf einmal trauen, einfach zu reden. Dann merke ich, ich habe sie erreicht.

Was war das schönste Geschenk, das du je bekommen hast?

Das Leben hat mir einen Partner „geschenkt“, der schon ein ziemliches Kontrastprogramm zu mir selbst ist. Doch gerade in dieser Unterschiedlichkeit ergänzen wir uns wunderbar.

Sind deine Lebensträume wahr geworden?

Ich arbeite weiter fleißig an der Realisierung meiner Träume.
Beruflich ist noch viel geplant. Gerade jetzt entwickeln sich weitere spannende Möglichkeiten, Menschen zu erreichen. Zu dem Englischtraining am Telefon und den englischen Events (in Köln) kommen bald weitere Angebote, um sozusagen von Hamburg bis München lustvoll die Sprache zu üben. Ich bin selbst schon ganz aufgeregt.

Wohin möchtest du noch reisen, was noch erleben, was noch lernen?

Die neuen Medien fordern immer wieder meine grauen Zellen. Um am Ball zu bleiben, muss ich mich permanent mit der eigentlich ungeliebten Technik auseinandersetzen. Und ich bin ganz stolz, wenn ich dann damit umgehen kann.

Grundsätzlich möchte ich in meinem Leben wegkommen vom Müssen, hin zum Wollen. In der Folge stellt sich dann Leichtigkeit ein, von der ich mir viel mehr wünsche. Erst dann würde ich die Reisen auf meiner Wunschliste – von Island übers Nordkap nach Thailand und von Hawaii über Bali in die Karibik – richtig genießen.

„Ich kann mir gar nicht vorstellen, nichts mehr zu tun.“

 

Wie stellst du dir dein Leben mit 70, 80 oder älter vor?

Wenn sich alles nach Wunsch entwickelt, werde ich wohl sehr lange arbeiten… doch, kann man es überhaupt so nennen, wenn so viel Herzblut dabei ist? Ich kann mir gar nicht vorstellen, nichts mehr zu tun. Dazu bin ich ein viel zu aktiver und neugieriger Mensch.

Hast du Angst vor dem Tod?

Ich habe mich in meinem Leben mit vielen spirituellen Themen beschäftigt und weiß, dass der Tod nicht das Ende ist. Dennoch macht mir das Thema Angst – Angst, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht meinen Lebensplan erfüllt, zu viel Zeit „vertrödelt“ habe und all das Schöne loslassen muss, dass ich mir erarbeitet habe.

Ich wünsche mir sehr, Frieden mit dieser Angst zu schließen.

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