Die Frage: Was kommt jetzt?

Seit einigen Tagen sitze ich in meinem Büro und kann mich zu nichts aufraffen. Wollte ich doch letzte Woche einige Beiträge schreiben und morgen sollte doch der letzte Teil der „Die wilden 60er“ Reihe erscheinen. Irgendwie schaffe ich es nicht. Vielmehr lese ich Mails, schaue in den einen oder anderen Blog. Schaue ein bißchen aus dem Fenster auf die Bäume, auf die Blätter, die sich im Wind sanft hin und her bewegen. Gerade frage ich mich: „Denke ich dabei überhaupt irgendetwas?“, ich glaube nicht.

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Ja es stimmt, Krebs ist ein Arschloch

 

Vorige Woche habe ich euch von meiner Krankenhaus-Odysee erzählt und nun ist das Ergebnis da. Diagnose: Stimmlippenkarzinom. Wumm, das ist erst einmal wie „Hammer auf Kopf“. Gerade noch habe ich meinen krebskranken Mann in den Tod begleiten müssen und jetzt habe ich mir selbst diese bösartige Krankheit eingefangen. Liebes Schicksal, was soll das bloß?

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Ein seltsames Gefühl von Schuld

Obwohl ich nach dem Tod meines Mannes wieder mitten im Leben stehe und mit Spaß und Freude an alles herangehe, nagt etwas in mir. Wie meine Leser wissen, war mein Mann fast 8 Jahre schwer an COPD erkrankt und wir beide wussten, dass wir nicht mehr so viel gmeinsame Zeit haben würden. Als dann die Krebsdiagnose kam ging alles sehr schnell. In dieser Zeit habe ich etwas seltsames an mir festgestellt. Etwas, dass ich bis heute nicht wirklich einordnen kann.

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Erinnerung

10850142_887000641318230_1546680857781509364_nHeute ist mein Mann ein halbes Jahr tot. Seit seinem Todestag war ich nur im Hamsterrad. Erst alles regeln, was zu regeln war, dann neue Wohnung suchen. In der alten Wohnung mußte aussortiert werden was zuviel war oder nicht mehr gebraucht wurde. Verkaufen, Entsorgen, Kisten packen, zwischendurch Wohnungen besichtigen, dann neue Möbel bestellen und umziehen. Meinen Lebensunterhalt mußte ich natürlich auch noch verdienen.

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Der Tag verabschiedet sich, es wird Nacht…. auch im Herzen

Nachdem mein geliebter Mausebär gerade einmal 6 Tage tot ist, bin ich immer noch nicht in der Lage einen vernünftigen Beitrag zu verfassen.

Heute veröffentliche ich einen offenen Brief unserer Freundin Gitta, die ihren Mann unter fast den gleichen Umständen verloren hat, wie ich. Die Sonne ist zwar kurz untergegangen, aber sie geht auch wieder auf und bald wird das Leben sich normalisieren. So hätte mein Mann es gewollt.

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Offener Brief von Gitta

Wie ihr ja sicher schon gelesen habt, sind mein Mann und ich im Moment in der schlimmsten Phase unseres Lebens angekommen und ich habe mich entschlossen, einige Gefühle und Erinnerungen mit euch zu teilen.

Von einer lieben Freundin, die auch schon einen Teil ihres Lebens in der Fragebogen-Aktion „Kindheit und Jugend“  und „Beruf, Partnerschaft, Familie“ mit uns geteilt hat, erhielt ich einen offenen Brief. Diesen Brief hat sie zur Veröffentlichung freigegeben:

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Etwas ganz privates

Ihr Lieben,

vielleicht habt ihr bemerkt, dass ich in der letzten Zeit so gut wie keine persönlichen Beiträge mehr verfasst habe. Alles in den letzten Wochen und Tagen veröffentlichte war eher allgemein gehalten – sicher auch interessant, aber wenig persönlich. Ich habe mich nun entschlossen von Zeit zu Zeit meine Gedanken und Erinnerungen hier aufzuschreiben.

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Dance with my Father

Mein Vater 1952Da ist er wieder, der SONG, den ich sehr gerne höre und der mich immer wieder zum Weinen bringt. Nicht das mir ein paar Tränen die Wangen runter laufen, nein, ich schluchze mir die Seele aus dem Leib. Manchmal, wenn jemand dabei ist, schäme ich mich richtig. Sollte ich mich in meinem Alter nicht zusammen reißen können? Eigentlich gehöre ich doch nicht zu den Heulsusen.

Aber, warum ist das so?
Über dreißig Jahre ist es nun her, dass mein Papa gestorben ist. Viel zu jung war er – mit 58 Jahren – und viel zu plötzlich geschah es.

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