Wie ich wohnen will

Viele die ich kenne, träumen von einem Lebensabend auf dem Land. Ruhe haben, mit dem Partner Händchenhaltend und seufzend den Sonnenuntergang geniessen. Ich nicht! Zugegeben, auch ich finde Sonnenuntergänge romantisch. Aber dem Land kann ich zum Wohnen nichts abgewinnen.

In Köln geboren und aufgewachsen bin ich Stadtkind durch und durch. Probiert habe ich schon alles: Eigenes Haus auf dem Land, Wohnung in der Kleinstadt usw. Richtig wohl fühle ich mich aber nur umgeben von Geräuschen, Betriebssamkeit, Theatern, Kinos, Einkaufsmöglichkeiten und am Besten, alles zu Fuss erreichbar.

Im Erwachsenenalter verschlug es mich nach Efferen, Meschenich, Büsdorf, Wesseling, Meerbusch und Krefeld. Zum Schluss war die Sehnsucht nach meiner Heimatstadt so groß, dass ich sofort nach dem Tod meines Mannes eine Wohnung in meiner Stadt gesucht habe. Ich wohne jetzt zwar in einem Vorort, aber trotzdem mittendrin. Vorteil des Vorortes ist, die Wohnung ist recht groß und hat eine riesige Terrasse. Direkt in der Innenstadt ist so etwas kaum zu finden und wenn, einfach unbezahlbar.

REWE, Aldi und Lidl, Post und Strassenbahn sind in unmittelbarer Nähe, so dass ich mein Auto kaum noch brauche. In einer Viertelstunde bin ich mit der Bahn in der Innenstadt und spare mir die nervige Parkplatzsuche. Es war mir wichtig, auch wenn ich einmal nicht mehr autofahren kann oder will, alles gut erreichen zu können. Alles in Allem bin ich hier sehr glücklich so wie es ist und hoffe, wie wahrscheinlich jeder von uns, noch lange und selbstbestimmt hier wohnen zu können.

Wie stellt ihr euch das Wohnen im Alter vor?

Kommentare (5) Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Karin,
    ich konnte mir schon in jungen Jahren kein Landleben vorstellen. Nach rund 25 Jahre in einem Hunsrückdorf bin ich in die Kleinstadt gezogen. Selbst da ist es mir mittlerweile viel zu ruhig! Ich würde gerne in einer Stadt oder mit guten Verkehrsverbindungen zu einer Stadt wohnen.

    Ich liebe es in Museen zu gehen, Konzerte, Kino, Theater zu besuchen oder eine Auswahl an Restaurants, Geschäften, Möglichkeiten zu haben. Ist es nicht ein Trend, dass die ältere Generation doch lieber wieder in die Stadt will?
    Ich habe das spannende Thema auch einmal beschrieben.

    Liebe Grüße
    Renate

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  2. Liebe Karin, wie ich im Alter wohnen will, fragst Du? Genau wie Du: am liebsten mitten in der Stadt, umgeben von Betriebssamkeit, die wichtigsten Einrichtungen fußläufig erreichbar. Würde ich auf dem Land leben, hätte ich zu oft das Gefühl, vom Leben abgeschnitten zu sein. So geht es mir im Übrigen jetzt schon. Abends spontan noch auf ein Bier vor die Tür gehen zu können, das bedeutet für mich Lebensqualität. In welcher Form ich leben möchte – allein, als WG oder einer noch größeren Gruppe – das weiß ich noch nicht. Ich bin tatsächlich seit Anfang 2016 dabei, u.a. diese Frage für mich zu klären.
    LG Anke
    Anke Hedfeld kürzlich veröffentlicht…Ein Blick zurück – #17.2016My Profile

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  3. Schönes Thema 🙂 Muss ich doch gleich meine Gedanken aus da lassen. Also ich gehöre zu jenen, die am Land wohnen wollen, aber mit Nähe zur Stadt. Jetzt lebe ich in Salzburg, mitten drin in einem geschäftigen multikulturellen Viertel, und in Ungarn, Dorf, Haus mit Garten, Selbstversorgungsschwerpunkt. In 10 Jahren gehe ich in Pension und möchte mein Leben nach Ungarn verlagern, aber mit kleiner Wohnung in Wien, für meine Stadtgelüste 🙂
    Ich denke derzeit viel darüber nach, wie ich leben möchte, sollte mein Mann mich verlassen, also vor mir sterben. Dann würde ich mir eine Frauen-WG suchen. In einer Stadt. Ganz klar.

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    • Frauen WG ist für mich auch ein Thema. Bin gerade dabei, mir wieder einen weiblichen Freundes- und Bekanntenkreis aufzubauen. Vielleicht ergibt sich dann, wenn ich etwas älter bin, etwas. Noch arbeite ich ja, brauche mein drittes Zimmer als Büro.

  4. Deine Entscheidung nach Köln zu ziehen kann ich gut nachvollziehen. Ich würde auf dem Land eingehen wie eine Primel, brauche Menschen und Leben um mich. Selbst wohne ich in einem Vorort von Kiel, in dem ich auch arbeite. Könnte mir aber gut vorstellen, direkt in die Stadt zu ziehen, weil die Verkehrsanbindungen einfach besser sind. Bei uns gibt es leider keine S-Bahn oder ähnliches wie in Hamburg und Köln.

    Liebe Grüße Sabine
    Sabine Gimm kürzlich veröffentlicht…Es gibt sie doch – die deutschsprachigen Modeblogs ü50My Profile

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