Willkommen im Club: Doris Dörrie

Die deutsche Regisseurin, Schriftstellerin und Filmproduzentin Doris Dörrie wird heute 60 Jahre alt.

Zum ersten Mal fiel mir die Regisseurin Mitte der Achtziger Jahre im Zusammenhang mit dem Film „Männer“ auf. Ein leichter, spriziger und äußerst komischer Blick auf die Macken und das Machogehabe der Männer, der durchaus auch in die heutige Zeit paßt. Dieser Film war äußerst erfolgreich und machte Doris Dörrie über Nacht bekannt.

Komik mit einem Schuß Ironie zieht sich durch alle Betätigungsfelder von Doris. Amüsant sind Ihre Bücher und Filme allemal.

Biographie:
  • Dörrie wurde als Tochter eines Arztes geboren.
  • Abitur an der Sophienschule Hannover
  • ab 1973 zweijähriger Aufenthalt in den USA, wo sie Schauspiel und Film am Drama Department der University of the Pacific in Stockton (Kalifornien) studierte. Außerdem absolvierte sie ein Studium an der New School for Social Research in New York. Sie finanzierte ihr Zweitstudium mit verschiedenen Nebenjobs in Cafés und als Filmvorführerin im Goethe House New York.
  • 1975 Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Nebenbe schrieb sie Filmkritiken für die Süddeutsche Zeitung, wo sie auch Redaktionsassistentin war.
  • Anschließend arbeitete Dörrie als freie Mitarbeiterin für verschiedene Fernsehsender und drehte kleinere Dokumentarfilme.
  • Es folgten diverse Filme und einige Bücher. Letztere wurden von der Literaturkritik unterschiedlich bewertet. Das Beziehungsdrama Mitten ins Herz mit Beate Jensen und Josef Bierbichler in den Hauptrollen, das ursprünglich als Fernsehspiel für den WDR produziert worden war, wurde 1983 auf den Filmfestspielen Venedig gezeigt und erhielt beim Filmfestival Max Ophüls Preis 1984 den Publikumspreis sowie einen Förderpreis.
  • Durch ihre beiden Filme Männer (1985) und Ich und Er (1988) wurde sie in Deutschland über Nacht berühmt.
  • 1988 heirateten Doris Dörrie und Helge Weindler.
  • 1989 wurde ihre Tochter
  • Mit Gerd Huber, Renate Seefeld, dem Kameramann Helge Weindler und Thomas Müller gründete sie 1989 die Cobra Filmproduktions GmbH, die ihre nächsten Filme herstellte. Ab 1999 wurden viele ihrer Filme von der Münchner Firma Megaherz produziert.
  • Während der Dreharbeiten zum Film „Bin ich schön?“, die in Spanien stattfanden, starb Weindler am 22. März 1996 an einer Hirnhautentzündung, nachdem er gerade eine Krebs-Erkrankung überwunden hatte. Diesen Verlust verarbeitet Dörrie filmisch im autobiographischen Essay „Augenblick“.
  • 1997 wurde Doris Dörrie als Professorin für Angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung an die Hochschule für Fernsehen und Film München berufen.
  • Seit 1999 mit Martin Moszkowicz liiert.
  • 2001 und 2003 inzenierte sie an der Staatsoper Berlin die Opern Così fan tutte und Turandot.
  • 2005 inszenierte sie an der Bayerischen Staatsoper in München Giuseppe Verdis Oper Rigoletto und am Gärtnerplatztheater Giacomo Puccinis Madame Butterfly.  Bei den Salzburger Festspielen
  • 2006 inszenierte sie Mozarts La finta Giardiniera.
  • 2008 kam Dörries Film Kirschblüten – Hanami mit  Elmar Wepper und Hannelore Elsnerin in die Kinos. 2011 erschien ihr Roman Alles inklusive, der sofort auf Platz 13 in die Bestsellerliste einstieg. Am 15. Februar 2012 deierte ihr Film Glück Weltpremiere während der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2012.

Doris Dörrie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Sie lebt in München und Bernbeuren.

Herzlichen Glückwunsch zum 60sten Geburtstag. Danke für viele amüsante und auch nachdenklich machende Bücher und Filme. Wir freuen uns auf das, was noch kommt.

Foto: „Frankfurter Buchmesse 2011 Doris Dörrie und Dorothea Westphal“ von Lesekreis – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC0 über Wikimedia Commons  | Ihre Bücher* | Ihre Filme*

 

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