Zeit für Veränderung

Kaum hat das Jahr angefangen, sind auch schon die ersten beiden Monate um und alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen. Erfreulicherweise ist der Krebs nicht zurück und in mir erwacht wieder so etwas wie Umbruchstimmung.

Meine Erkrankung hat mir klar gemacht, dass ich raus muß aus dem Hamsterrad. Achtundvierzig Jahre arbeiten, immer fleissig und zuverlässig, sind genug. Das ich jetzt schwerbehindert bin hat erfreulicherweise auch etwas Gutes. Zwar muß ich jetzt mit einer leisen und heiseren Stimme zu haben leben, aber ich kann duch diesen Umstand vorzeitig in (Schwerbehinderten-)Rente gehen. Noch bin ich krankgeschrieben, jedoch habe ich mich entschlossen, dies Mitte des Jahres auch zu tun und Rentnerin zu werden.

Natürlich kann eine Menschin wie ich, die immer in Trab war, nicht von heute auf morgen nichts mehr tun, aber ich kann mir die Existenzangst –  die Angst, mit der wir Selbstständigen ja immer leben – nehmen. Jeden Monat festes Geld auf dem Konto beruhigt ungemein. Das versetzt mich in die Lage nur noch das zu tun, worauf ich Lust habe und was meine Kraft zulässt. So bereite ich jetzt eine freiberuflich Nebentätigkeit vor, die dann meine Rente aufstockt und mich in die Lage versetzt, mir ein wenig mehr leisten zu können. Und da ist ja noch mein Blog, der mir viel Freude bereitet. Ein zweiter Blog ist in Vorbereitung. Langeweile ist nicht zu befürchten.

Trotz all der weltpolitischen Katastrophen sehe ich zum ersten Mal seit längerer Zeit die Zukunft wieder optimistisch. Zumindest in Deutschland können wir ja alle dafür sorgen, dass politisch nichts aus dem Ruder läuft. Also, ich packs jetzt an, den neuen Lebensabschnitt und ich freue mich darauf.

 

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