Buchtipps für die Weihnachtszeit

Einmal mehr habe ich einen Lesemarathon hinter mir und möchte Euch heute einige Bücher empfehlen. Ihr könnt sie selbst lesen oder verschenken oder am Besten beides.

Amazon-Links zu den Büchern setze ich mit Absicht nicht. Wo ihr bestellt ist natürlich alleine eure Sache, aber ich fände es schön, den stationären Buchhandel in eurer Stadt oder Region zu stärken. Viele versenden jetzt auch.

Gretchen Berg

Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit

Roman
400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

Verlagsinformation

Niemand kennt die Einwohner einer beschaulichen Kleinstadt in Ohio so gut wie Telefonistin Vivian Dalton. Sie verbindet Telefonleitungen und Leben. Zuhören darf sie zwar streng genommen nicht, doch sie tut es trotzdem. Eines Nachts belauscht sie ein Gespräch und erfährt, dass ihr Mann angeblich mit einer weiteren Frau verheiratet sein soll. Empört will Vivian beweisen, dass an diesem Gerücht nichts dran ist – das wäre ja ein Skandal! Schon bald merkt sie aber, dass in einer Kleinstadt immer ein Geheimnis zum nächsten führt …

Über die Autorin

Gretchen Berg wurde an der Ostküste der USA geboren und wuchs im Mittleren Westen auf. Sie lehrte Englisch in Südkorea und im Nordirak und bereiste alle sieben Kontinente. Heute lebt sie in Chicago, Illinois. Ihr Debutroman »Die Telefonistin. Mrs. Dalton hört mit« ist inspiriert von der Geschichte ihrer Großmutter, die in den 1950er-Jahren in einer Telefonvermittlung arbeitete.

Rezension

Die USA in den 50iger Jahren, eine Zeit, die ich mag, in der ich geboren wurde. Die meisten Frauen arbeiten nicht, den eigentlich ist es eine Schande, arbeiten zu müssen. Der Mann ist der Versorger und die Damen die fleißigen Haufrauen, die den bürgerlichen Schein waren. Hinter den Kulissen sieht es meist anders aus.

Vivian muß arbeiten und hat eine dieser “Nur-Hausfrauen” als Vorbild.  Als Telefonistin tut sie eines Tages, was sie nicht darf und hört eines der Gespräche ihres Vorbilds mit. Das hätte sie besser gelassen, dass was sie hört erschüttert ihr Leben in seinen Grundfesten. Sie hört Gerüchte über ihren Mann, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen könnten- Man sollte denken, als erstes würde sie ihren Mann zur Rede stellen, um zu erfahren, was an dem Gerücht dran ist. Das tut sie nicht, sondern, auch sier versucht den Schein zu wahren und dass, ohne Rücksicht auf Verluste.

Die Autorin portraitiert die amerikanische Gesellschaft dieser Zeit auf wunderbare Weise. Ein Buch nach meinem Geschmack und vielleicht auch etwas für euch.

Sophie Villard

Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

Roman
448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 3 s/w Abbildungen

Verlagsinformation

Paris 1937: Die rebellische Erbin Peggy Guggenheim genießt ihr Leben in der schillernden Künstlerbohème, eine glamouröse Abendgesellschaft folgt auf die nächste. Doch Peggy hat einen Traum. Sie will ihre eigene Galerie eröffnen und endlich unabhängig sein. Da verliebt sie sich in einen hochgewachsenen Schriftsteller mit strahlenden Augen: Samuel Beckett. Aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Peggys Traum lässt sich nur im fernen London verwirklichen, weit weg von Beckett. Und auch am Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Der Krieg zwingt zahlreiche Künstler zur Flucht aus Europa. Peggy hilft vielen von ihnen dabei – und begibt sich und ihre Liebe in große Gefahr …

Über die Autorin

Sophie Villard ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Die Journalistin und Politologin lebt mit ihrer Familie nahe Dresden. Ihr Roman über Peggy Guggenheim schaffte es auf die Spiegel Bestsellerliste. Nun erzählt sie von der Rose des kleinen Prinzen, Consuelo de Saint-Exupéry. Wir sind hautnah dabei, wenn im Sommerhaus auf Long Island, im Haus des kleinen Prinzen, das beliebte Werk der Weltliteratur entsteht. Wie im Flug entführt uns die dramatische Liebesgeschichte zwischen der mittelamerikanischen Malerin und dem Piloten und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry von den Pariser Künstlercafés über Kaffeeplantagen bis ins Exil nach New York. Viel Freude und bon voyage!
Mehr Informationen zu den Büchern und zur Autorin unter www.sophie-villard.de.

Rezension

Guggenheim, der Name ist wohl jdem, der an Kunst interessiert ist, ein Begriff. Fraglos hat Peggy Guggenheim viel für die Kunstszene getan.Im vorliegenden Roman geht es aber mehr um ihr privates Leben, um ihre zahlreichen Beziehungen, um ihre Suche nach dem Glück in nicht einfachen Zeiten.

Macht ja nichts. Die öffentliche Person können wir ja googeln und ich,für meinen Teil, lerne Menschen auch gerne etwas tiefer kennen.

Das Buch ist sehr gut geschrieben und läßt sich leicht lesen. Leider kam mir Peggy Guggenheim öberflächlicher vor, als ich angenommen hätte

 Trotzdem gut gescheiebener Lesestoff..

Carla Berling

Klammerblues um zwölf

Roman
272 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

Verlagsinformation

Fee, 57, befindet sich im Ausnahmezustand: Ihr Gatte Teddy ist ungeplant gestorben! Nun hängt sie auf dem Sofa rum und übersteht die Tage nur mit Chips, Prosecco, Musik und Seriengucken. Am Ende eines einsamen Silvesterabends steht plötzlich Nachbarin Claudine vor der Tür. Die energische Sechzigjährige bringt Fees Dasein mit ihrer Lebenslust durcheinander. Sie macht sogar den absurden Vorschlag, mit ihr und der 72-jährigen Mary, die für den Seniorentriathlon trainiert und sehr frei über die Liebe denkt, eine WG zu gründen. Fee stürzt sich ins Leben, stolpert über die Leine eines hustenden Mopses, verknallt sich in Winnetou – und schneidet endlich alte Zöpfe ab!

Über die Autorin

Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. MORDKAPELLE war ihr erster Wittekind-Roman bei Heyne, es folgten vier weitere Bände der Reihe.
Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Mit ihren temperamentvollen Lesungen begeisterte sie ihre Zuschauer in mehr als 200 Städten, aktuelle Termine finden Sie auf www.carla-berling.de und bei Facebook. 2019 erschien ihre Komödie DER ALTE MUSS WEG im Heyne Verlag, die sofort die Spiegel-Bestsellerliste erreichte. Und jetzt: KLAMMERBLUES UM ZWÖLF.

Rezension

Na das passt ja zu uns: Wahnsinnig tolle Frauen um die 60, wie wir es sind, genießen das Leben und womit, mit Recht.

Rin Buch für alle mit Humor und nicht nur für Frauen unseres Alters. Hervorragend geschrieben, mit viel Witz ist “Klammerblues um zwölf” mein ganz persönliches Buch des Jahres. Absolute Leseempfehlung.

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