Mein Projekt: “Nie wieder färben”

Foto: Maurice Kohl

 

Mein Projekt: “Nie wieder färben” ist für mich jetzt abgeschlossen. Inzwischen habe ich meine Haare bereits zweimal geschnitten, weil mir das Streichholzkurze zu meinen grau/weißen Haaren einfach gut gefällt.

Zugegeben, als ich Ende letzten Jahres meine Haare radikal abrasieren ließ, war mir ganz schön mulmig. Was aber hatte ich zu verlieren? Haare wachsen und sie wieder färben konnte ich immer noch.

Meine Perücke habe ich nur in der ersten Zeit und nur im Notfall getragen, denn irgendwie war ich das nicht. Die kalte Jahreszeit konnte ich wunderbar mit Mützen überbrücken und intern habe ich mich mutig auch mit nur einem Zentimeter Haarlänge gezeigt.

Foto aus 2015

Meine Angst, die weißen Haare könnten mich viel älter erscheinen lassen, erfüllte sich zu meiner Freude nicht. Ich glaube, wir Frauen bilden uns das oft nur ein. Leider habe ich ja in den Wechseljahren sehr dünnes Haar bekommen. Meine Haare waren eh immer sehr fein, aber ich hatte wenigstens genug davon auf dem Kopf. Jetzt wirken meine Haare voller, als mit den gefärbten, dunklen Haaren. Meine Freundin meinte sogar, das Haar natürlich zu lassen, wäre meine beste Entscheidung seit langem gewesen.

Im Februar schickte mir der Senioren-Ratgeber einen Fotografen, der Bilder für einen kleinen Artikel über mich und meinen Blog schießen sollte. Es kam Maurice Kohl, mit dem ich mich auf Anhieb sehr gut verstand (ich berichtete bereits). Der Artikel ist übrigens in der April-Ausgabe erschienen und in jeder Apotheke zu bekommen. Jetzt brauchte ich unbedingt Fotos für eine andere Zeitschrift und auch mal etwas aktuelles für den Blog. Wen wundert es, dass mir sofort Maurice wieder in den Sinn kam. Letzten Sonntag, nach einem schönen gemeinsamen Frühstück, machten wir uns  bei strahlendem Sonnenschein auf zum Rhein. Mit viel Spaß und bester Laune gingen wir auf Motivsuche. Dabei entstanden Bilder voller Lebensfreude, genau wie die Stimmung an diesem Tag. An dieser Stelle noch einmal Danke an Maurice, es war großartig.

Die entstandenen Bilder liebe ich einfach und sie haben mir gezeigt, dass das Projekt: “Nie wieder färben” für mich erfolgreich war. Jedenfalls möchte ich nie wieder eine andere Haarfarbe, denn so bin ich halt, fast 64 – gefühlte 44 und glücklich, so wie es ist. Was sagt Ihr?

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