Meine Heimatstadt verkommt zur “Stadt der Angst”

Ich will mich nicht groß auslassen über das, was in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof passiert ist. Allerdings hätte ich nie geglaubt, dass ich mich im Nachhinein einmal freue Silvester nicht in der Innenstadt gewesen zu sein.

Eigentlich war ich mit zwei meiner Mädels verabredet. Es ging mir nicht gut, ich war erkältet und war nicht dabei. Vielleicht wäre ich sonst gerade um diese Uhrzeit am Hauptbahnhof gewesen. Als kölsches Mädchen weiß ich genau, wie ich mich verhalten muß und bin mein Leben lang ohne Angst in dieser Stadt unterwegs gewesen. Das wird sich nun ändern. Jedenfalls werde ich in Zukunft Taxi-Stammgast werden, denn ich steige spät abends nicht mehr am HBF in die Bahn.

Viele meiner Kolleginnen und Facebookfreunde haben Kommentare abgegeben, die ich so voll unterschreiben kann. Hier einige Auszüge.

Ich könnte die Liste endlos fortsetzen. Liebe Mama “Wir schaffen das”, liebe Oberbürgermeisterin von Köln. Bald ist Karneval und wir Mädels wollen Spaß haben. Sorgt dafür, dass diese meine Stadt wieder halbwegs sicher ist. Ich finde, dass können wir Kölner erwarten. Ich weiß, dass die Kriminalitätsrate in Millionenstädten wie Köln natürlich immer höher ist als auf dem Land, aber eine gewisse Sicherheit müßt ihr schon gewährleisten. Wir Stadtkinder brauchen keine Verhaltensregeln, die uns jetzt unsere Oberbürgermeisterin aufs Auge drücken will. Wir wissen, wie wir uns verhalten müssen (schon von klein auf). Das nützt uns alles wenig, wenn wir es mit solchen Massen Mann zu tun haben. Tut was, es ist höchste Zeit. Macht diese Stadt wieder lebens- und liebenswert.

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.