Von anderen Zeiten träumen

Ist 2020 nicht ein merkwürdiges Jahr? Das meine ich nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen des Sommers.

Über lange Zeit hatten wir dieses typische deutsche Wetter, das für Deutschland schon vor dem Klimawandel völlig normal war. Jetzt, nachdem meine Freundin chon vor einiger Zeit meinte: “Es ist schon August, da kommt nicht mehr viel!”, ist er da, der richtig heiße Sommer. Allerdings waren mir die Temperaturen, mit weit über 30 Grad über 14 Tage hinweg, schon schwer erträglich. Aber irgendwie ist ja immer was.

Dann ist da doch noch Corona, eine Pandemie, die jetzt wieder mächtig Fahrt aufnimmt. Die meisten Neuinfektionen entstehen zur Zeit durch Partys und Familienfeste, die leider viel zu viele Menschen sorglos feiern und durch Rückkehrer aus dem Urlaub. Ich für meinen Teil frage mich, ob wir bereits so verwöhnt sind, dass wir nicht einmal ein Jahr ohne große Urlaubsreisen und Partys auskommen können. Natürlich muß das jeder für sich selbst entscheiden, aber aus Verantwortung für meine Mitmenschen und auch für mich selbst, unternehme ich und auch die meisten in meinem Umfeld, nur das Nötigste. Näheren Kontakt pflege ich mit einigen, wenigen Menschen. Alle anderen Begegnungen finden mit gebührendem Abstand statt. Zwei geplante Reisen habe ich erst einmal verschoben. Schön ist das nicht, aber eigentlich lebe ich ganz gut damit, obwohl ich Theater, Musicals und ähnliches natürlich auch vermiße.

Wir alle träumen uns in unser altes Leben zurück, das uns im Rückblick so wunderbar und frei erscheint. Wir verklären ja gerne Vergangenes, aber vor Corona war auch nicht alles gut – im Gegenteil. Es wäre schön, wenn wir einige der guten Dinge, die während Corona entstanden sind, wie mehr Zusammenhalt, Rücksichtnahme, Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft, in die Nach-Corona-Zeit hinüber retten könnten. Wie seht ihr das?

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