Raus aus der Komfortzone

Zwischen dem 50sten und 65sten Lebensjahr stehen wir zweifellos an einem Wendepunkt unseres Lebens. Nachdem wir in unseren Zwanzigern noch suchend und in den Dreißigern mit Karriere und Nestbau beschäftigt waren, schlich sich in den Vierzigern eine gewiß Routine ein.

Ab 50, spätestens aber wenn der Nachwuchs das Haus verlassen hat, spüren wir eine gewisse Leere. Alte Wünsche tauchen wieder auf: Eine Weltreise machen vielleicht oder beruflich neu durchstarten und etwas vollkommen anderes machen.

Alles unter Kontrolle

In den 60erer Jahren, als wir Kinder waren, hatten wir viel mehr Bewegungsfreiheit, als die Kinder heute. Sogenannte Helikopter-Mütter achten mit Argusaugen darauf, dass der Nachwuchs sich nicht zu weit entfernt und ständig unter Kontrolle ist. Auch wir selbst wollen alles unter Kontrolle haben und da ist für wirkliches Abenteuer kein Platz. Viele von uns bekommen bereits bei dem Gedanken Angst, eine Reise zu wagen ohne sicheres Hotel oder in die Selbstständigkeit zu starten, ohne Sicherheit oder ein grosses Geldpolster im Rücken. Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten mit unserem Sicherheitsdenken den Mut zum Risiko abtrainiert und es uns in unserer Komfortzone richtig gemütlich gemacht.

Rein ins Risiko

Wir müssen nicht gleich unser gesamtes, gewohntes Leben aufgeben. Es reicht auch schon, zunächst einmal den einen oder anderen Ausflug ins Abenteuer zu wagen. Hierzu hat Christo Foerster ein wunderbares Buch geschrieben: “Raus und machen”. Hier beschreibt er die kleinen Abenteuer, die wir auch am Wochenende oder sogar am Feierabend erleben können.

Christo Foerster ist Motivationstrainer und.begeisterter Abenteurer. Leider fand er immer weniger Gelegenheit für die ganz großen Touren. irgendwann  entschied er selbst, einfach dort anzufangen, wo er war, mit dem, was er hatte und fuhr über Nacht mit dem Rennrad von Hamburg nach Berlin. Dieses Erlebnis legte den Grundstein für die Idee hinter dem Buch “Raus und machen, mit dem er inzwischen Menschen auf der ganzen Welt aus ihrer Komfortzone lockt.

Veränderungen sind keine Garantie für Glück, aber wir haben immerhin schon einmal eine 50:50 Chance und das ist ja schon einmal was.

Wie sieht es mit euren Wünschen aus? Lebt ihr sie oder bleiben es Wünsche?

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Karin
    ja man muß sich schon manchmal am Schopf packen um nicht in der Routine zu versumpfen. Ich freue mich immer, wenn ich wieder einmal was neues ausprobiert habe. Derzeit gehe ich singen, was mir viel Freude macht und ganz spontan habe ich einen Urlaub gebucht für 2020 ohne lange abzuwägen soll ich oder nicht. Ich will schon noch ein paar Träume und Wünsche umsetzen – danke für Deine Buchtipps. Liebe Grüße Gabi

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