Sorgen – die vertane Lebenszeit

Sorge dich nicht, lebe

sagt Dale Carnegie in seinem gleichnamigen Buch, etwas, dass ich voll unterschreiben kann. Nach einem Leben, das nie gerade verlief und mit Schicksalsschlägen nur so gepflastert war, ist diese Weisheit eine der Lehren, die ich gezogen habe.

Das Leben geht weiter …

klingt platt, stimmt aber. Sich tagelang Gedanken zu machen und Nächte nicht zu schlafen, hat noch niemandem wirklich geholfen. Hinzu kommt, dass nach meiner Erfahrung, negatives Denken auch negatives nach sich zieht. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass jeder Mensch in der Lage ist, sich sowohl positiv, als auch negativ selbst zu beeinflussen.

Das schwarze Loch

Natürlich gibt es Zeiten, in denen wir in ein großes schwarzes Loch fallen. einen geliebten Menschen zu verlieren können wir natürlich nicht einfach so abtun, indem wir positiv denken. Wir müssen uns selbst gestatten zu trauern und zwar so lange es eben dauert. Aber auch hier sind wir in der Lage auch positives zu sehen. Zum Beispiel froh zu sein, dass ein Mensch, der durch Krankheit lange leiden mußte, nun erlöst ist und vielleicht – wir wissen es nicht – jetzt in einer besseren Welt ist. auch darüber nachzudenken, was der oder die Verstorbene gewollt hätte, kann uns aus dem schwarzen Loch holen.

Andere Schicksalsschläge, wie der Verlust des Arbeitsplatzes oder die Insolvenz der eigenen Firma, sind zwar schlimm, geben uns aber auch die Möglichkeit etwas neues zu beginnen. Sich Gedanken zu machen, was wir schon immer machen wollten, zu recherchieren und zu planen, wie wir diesen Wunsch verwirklichen können, hilft uns schon in eine positive Stimmung zu kommen.

Ich könnte noch viele solcher Beispiele aufzählen, aber es läuft immer auf das Gleiche hinaus. Das Leben ist schön und wertvoll und wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich irgendwo ein Fenster.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Toller Post und vollkommen richtig was du sagst. Das von dir im Post benannte Buch wurde mir vor vielen Jahren in einer meiner größten Lebenskrisen von einer Buchhändlerin empfohlen. Nachdem ich es gelesen hatte, hat es mein Leben total verändert. Viele Katastrophen passieren nur in unserem Kopf, denn erstens kommt es sowieso anders als man zweitens meistens denkt.

    Das Leben hält für jeden viele Lektionen bereit. Wenn bei Schicksalsschläge nach der durchaus berechtigten Frage “Warum gerade ich?” durch die stets stattfindende Veränderung daraus wird “Was kann ich daraus lernen?” ist schon ein Anfang auf dem Weg aus dem schwarzen Loch gemacht.

    Manchmal sind wir erst dann in der Lage zu erkennen und wahrzunehmen wie kostbar das Leben als solches doch ist, wenn wir einen geliebten Menschen gehen lassen müssen. Und das sich ständig zu sorgen wahrhaftig vertane Lebenszeit ist.

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    • Ja liebe Ursula, mit dem Schicksal zu hadern, hat noch niemandem geholfen. Et is wie et ist, wie der Kölsche sagt.

  2. Das sehe ich ähnlich. Das Leben besteht aus vielen Herausforderungen, die zu meistern sind. Meine Überzeugung ist es, dass wir hier sind um Erfahrungen zu machen und damit zu wachsen, unser Potetial zu entdecken und uns zu entwickeln. Wie oft fühlt man sich nach einer durchstandenen Krise viel stärker als vorher?

    Wenn wir davon ausgehen, dass jede Wirkung eine Ursache hat (Karma) und wir unsere Reaität zu einem sehr großen Teil durch unsere Gedanken erzeugen, dann heißt das für mich, sehr achtsam mit dem umzugehen, was ich so denke und sage.

    Bei den großen und kleinen Krisen habe ich mir angewöhnt, erst mal in mich zu gehen. Mich zu fragen, was hat das jetzt mit mir zu tun? Und das ist manchmal erst im Nachgang zu verstehen, aber immer erstaunlich.

    Das ist für mich eine der schönen Errungenschaften des Alters, nicht mehr sofort in Aktion zu verfallen, sondern mehr Gelassenheit, ja, Weisheit, zuzulassen.

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    • Du hast vollkommen recht. Wir haben schon viele Krisen meistern müssen und wissen, so schlimm es auch sein mag, dass es weiter geht und so manche Krise im Nachhinein durchaus einen Sinn macht.

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