Was kann Frieden bewirken

Als der Weltfriedensdienst e.V. mich fragte, ob ich an einer Blogparade teilnehmen würde, war mein erster Gedanke: Nicht schon wieder eine Blogparade! Aber das Thema Frieden reizte mich dann doch. Frieden auf Erden – jedes Jahr wieder das große Thema zu Weihnachten.

Gefühlt hatten wir in meinem Leben noch nie eine so unruhige Zeit wie jetzt. Grund genug einmal wieder über Frieden nachzudenken.

Der kalte Krieg

Als ich geboren wurde, war der 2. Weiltkrieg gerade einmal neun Jahre vorbei. Keine allzu lange Zeit. In meiner Kindheit, die ich in Köln verbrachte, waren die Zeichen des vergangenen Krieges noch allgegenwärtig. Diese Stadt, die fast vollständig zerstört wurde, brauchte lange um sich wieder zu erholen. Überall gab es noch Trümmergrundstücke und der Wiederaufbau zog sich bis weit in die sechziger Jahre hin. Auch die Menschen waren traumatisiert, unsere Elterngeneration war im whrsten Sinne des Wortes sprachlos.

Weihnachten stellten wir Kerzen in die Fenster zum Gedenken an die Brüder und Schwestern in der DDR, die infolge des Krieges in Unfreiheit leben mussten. Selbst die Siegermächte waren sich untereinander nicht freundlich gesinnt. Wir hatten den kalten Krieg zwischen Ost und West. Mir war also schon in der frühen Kindheit bewußt, dass Krieg etwas Schlimmes sein mußte. Diese Zeit gipfelte in die Kuba-Krise. So klein, wie ich damals auch war, übertrug sich die Angst meiner Eltern und der Menschen um mich herum auch auf mich. Jeder fürchtete einen neuen Weltkrieg, von dem wir damals nicht sehr weit entfernt waren.

Das Zeitalter des Wassermanns

In unserer Jugend protestierten wr gegen die Amerikaner und ihre Rolle im Vietnamkrieg. Die Eltern verstanden das nicht, da für sie die Amerikaner die Befreier und Beschützer Deutschlands waren. Die Jugend sah das erheblich kritischer.

Als dieser unsägliche Krieg endlich zu Ende war, wurde es gefühlt immer friedlicher. Zwar gab es auch zu dieser Zeit Kriege in der Welt, die jedoch weit von uns weg waren. Lange Zeit blieb das so, aber der Frieden war eher trügerisch.

Unruhige Zeiten

Diese Zeit endete mit dem ersten und zweiten Irakkrieg, den wir live im Fernsehen mitverfolgen konnten. Sehr technisch, aber gerade deshalb unheimlich und beängstigend. Der Krieg in Jugoslawien, der fast um die Ecke stattfand, brachten uns endgültig auf den Boden der Tatsachen zurück. Jetzt war der Krieg wieder ganz nah und dieses Gefühl blieb bei mir bis heute.

Das Gegenteil von Frieden ist ja nicht nur Krieg, sondern auch Streit, von dem wir viel zu viel auf dieser Welt haben. Politiker wie Trump, die mit dem Frieden ihr Spielchen treiben, machen mir große Angst. Ich möchte keinen Krieg in unserem Land erleben und will auch nicht, dass unsere Kinder und Enkel das ertragen müssen.

Fazit

Was könnte die Menschheit alles bewirken, gäbe es keinen Streit und keine Kriege mehr. Was wäre, wenn endlich alle respektvoll miteinander umgingen und ihren Egoismus beiseite ließen. Nicht auszudenken, welche Kraft frei werden würde, um eine glücklichere Welt zu schaffen, in der keiner mehr hungern müsste und es jedem gut ginge. Ob wir Menschen das jemals schaffen? Ich kann es nicht sagen.

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