Wie ich wohnen will

Viele die ich kenne, träumen von einem Lebensabend auf dem Land. Ruhe haben, mit dem Partner Händchenhaltend und seufzend den Sonnenuntergang geniessen. Ich nicht! Zugegeben, auch ich finde Sonnenuntergänge romantisch. Aber dem Land kann ich zum Wohnen nichts abgewinnen.

In Köln geboren und aufgewachsen bin ich Stadtkind durch und durch. Probiert habe ich schon alles: Eigenes Haus auf dem Land, Wohnung in der Kleinstadt usw. Richtig wohl fühle ich mich aber nur umgeben von Geräuschen, Betriebssamkeit, Theatern, Kinos, Einkaufsmöglichkeiten und am Besten, alles zu Fuss erreichbar.

Im Erwachsenenalter verschlug es mich nach Efferen, Meschenich, Büsdorf, Wesseling, Meerbusch und Krefeld. Zum Schluss war die Sehnsucht nach meiner Heimatstadt so groß, dass ich sofort nach dem Tod meines Mannes eine Wohnung in meiner Stadt gesucht habe. Ich wohne jetzt zwar in einem Vorort, aber trotzdem mittendrin. Vorteil des Vorortes ist, die Wohnung ist recht groß und hat eine riesige Terrasse. Direkt in der Innenstadt ist so etwas kaum zu finden und wenn, einfach unbezahlbar.

REWE, Aldi und Lidl, Post und Strassenbahn sind in unmittelbarer Nähe, so dass ich mein Auto kaum noch brauche. In einer Viertelstunde bin ich mit der Bahn in der Innenstadt und spare mir die nervige Parkplatzsuche. Es war mir wichtig, auch wenn ich einmal nicht mehr autofahren kann oder will, alles gut erreichen zu können. Alles in Allem bin ich hier sehr glücklich so wie es ist und hoffe, wie wahrscheinlich jeder von uns, noch lange und selbstbestimmt hier wohnen zu können.

Wie stellt ihr euch das Wohnen im Alter vor?

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