Du bist doch nicht ganz dicht

Ungefähr zwanzig Prozent aller Frauen bis zum neunundsechzigsten Lebensjahr und ein Drittel über Siebzig leiden an einer Reizblase. Leider neigen wir dazu uns hierfür zu schämen und gehen deshalb oft viel zu spät zum Arzt.

Dabei kann übermäßiger Harndrang extrem unangenehm sein. vor allem dann, wenn es immer öfter “in die Hose” geht.

Zunächst sollte unbedingt die Ursache für den starken Harndrang geklärt werden, denn hier gibt es vielfältige Möglichkeiten. Infektionen, Tumore, Steine oder gar Multiple Sklerose oder Parkinson sind möglich. Auch eine Blasensenkung,  zum Beispiel nach Geburten, oder einfach Alterungsprozesse können die Ursache sein. Hat man vom Arzt eine dieser Diagnosen bekommen, kann er uns auch entsprechende Therapien nennen.

Es gibt auch andere harmlosere Ursachen , bei denen wir uns sehr gut selber helfen können. Beispiele hierfür sind:

Zu viel Kaffee

Zu viel Kaffee über den Tag getrunken kann der Grund sein, dass wir ständig zur Toilette müssen. Wir sollten nicht mehr als einen halben Liter Kaffee pro Tag trinken.

Zu Scharfes Essen.

Ist das Essen zu scharf gewürzt, kann starker Harndrang die Folge sein. Am besten weniger stark gewürzt essen.

Falsche Trinkgewohnheiten

Zwei Stunden vor dem Schlafengehen am besten nichts mehr trinken. Bis zu 2 Liter Wasser verteilt über den Tag, am besten in kleinen Schlucken, zu sich nehmen.

Verstopfung

Verstopfung kann auf die Blase drücken. Hier sind Flohsamen eine gute und natürliche Hilfe.

Gegen den ständigen Harndrang kann auch Beckenbodentraining sehr hilfreich sein. Wir trainieren damit die Blase und können dann versuchen, den Toilettengang möglichst lange hinauszuzögern.

Wenn das Alles nicht wirkt, hat der Arzt Medikamente, die Linderung bringen können. Ein Gang zum Facharzt ist aber in jedem Fall zu empfehlen, um abzuklären woher der ständige Harndrang kommt. Also nicht schämen, sondern untersuchen lassen. .

 

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Karin,
    Viele Frauen schätzen die Wirkung von Beckenbodengymnastik nicht hoch genug ein. Jeder sollte sich frühzeitig damit befassen. Die Durchführung kann man in einem Kurs lernen. Man lernt darin nicht nur die Übungen, sondern auch Bewegungsabläufe die auch im beruflichen Alltag den Beckenboden schonen. In der Regel bezahlen die Krankenkassen.
    Viele Grüße
    Ute

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