Katers Kolumne – Oktober 2018

Was für ein Streß und was zum Teufel hat Frauchen sich dabei nur gedacht? Gleich Anfang des Monats packt sie Kisten, ihr Schwester kommt und baut einen winzig kleinen Schreibtisch mit ihr auf und auf das Ding passe ich kaum drauf. Nochmal, was denkt sie sich? Wie soll ich hier meine Kolumne schreiben?

Direkt im Anschluß werden meine geliebten Büromöbel abgeholt bzw. ein Teil davon in den Keller verfrachtet, in den ich nicht darf. Das Zimmer war nun, bis auf den Mini-Schreibtisch, leer und wurde von Frauchen nach und nach mit abgehängten Bildern und gefüllten Kartons zugestellt. Vom letzten Umzug hatte sie noch zwei Kisten mit wundervoll seidigem Papier. Ein tolles Spielzeug für mich. Das Papier knistert so schön und läßt sich unter Einsatz meiner scharfen Krallen vortrefflich in kleine Teile zerlegen. Mein Frauchen allerdings fand das nicht so toll. Da könnt ihr mal sehen, nicht die kleinste Freude gönnt sie mir.

Der Schlafstadt beraubt

Mitte des Monats war auf einmal das Bett weg und Frauchen lag jetzt nächtelang auf der Coach. Das gefiel mir aber so überhaupt nicht. In der ersten Nacht habe ich mich erst gegen Morgen an sie gekuschelt. Das ging zwar auch, aber im Bett war es erheblich schöner. Insgesamt wurde es in meinem Zuhause immer ungemütlicher, was mich ausgesprochen unruhig machte. Gleichzeitig kühlte es draussen immer mehr ab, so dass ich liebend gerne ein ruhiges und gemütliches Plätzchen drinnen gehabt hätte. Was bitte passierte hier eigentlich? Im Büro stapelten sich weiter die Kartons. Frauchen lief wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend, war von morgens bis abends auf den Beinen und immer wieder verschwanden einzelne Möbelstücke.

Menschenauflauf in meinem Zuhause

Eines Tages fanden sich zunächst zwei vollkommen fremde Männer, dann Frauchens Schwester und Schwager und zu guter Letzt fast alle Nachbarn bei uns ein. Nun war die Bude voll und es ging richtig zur Sache. Möbel wurden auseinander geschraubt, wobei drei Akkuschrauber im Einsatz waren. Kartons wurden eilig eine Etage hinunter getragen und zwei der Frauen bauten irgendwelche Möbel zusammen. So gerne ich Besuch habe, war das dann doch endgültig zu viel für mich und ich ergriff die Flucht.

Ich bin der intelligenteste Kater der Welt

Da ich, wie ihr der Überschrift schon entnehmen könnt, der schlaueste Kater ever bin, ging ich abends direkt in mein neues Zuhause. Schließlich hatte ich mitbekommen, wohin meine Möbel, mein Katzenklöchen und alles andere getragen worden waren. Frauchen war nebenan bei ihrer Freundin zum Essen, damit sie etwas in den Bauch bekam und hatte netterweise die Terrassentür für mich aufgelassen. Als sie dann nach Hause kam und sah, dass ich erwartungsvoll mitten im neuen Wohnzimmer lag, war sie stolz wie Oskar auf mich und womit? Mit Recht!

Einer meiner neuen Lieblingsplätze – Die Fensterbank im Wohnzimmer

Der Wahnsinn geht weiter

Nicht das ihr denkt, jetzt hätte ich armer geplagter Kater meine Ruhe, nein es geht weiter. Die ganze neue Wohnung stand ja noch voller Kartons und Frauchen machte sich eilig daran, diese auszupacken. Mein Fluchtort für solche Fälle fiel auch aus, weil meine beiden Ersatz-Dosenöffner beide zur Arbeit fuhren und erst abends wiederkamen. Also mußte ich Wohl oder übel da durch. Frauchen schaffte es aber sher schnell, alles wieder gemütlich zu machen und seit dem letzten Oktoberwochenende haben wir beide es wieder nett.

Ihr seht liebe Katerfans, der Oktober war ein fast unzumutbarer Monat für meine zarte Seele. Ich muß zugeben, ein wenig durcheinander bin ich immer noch, aber es beruhigt sich alles so langsam bei mir. Hoffentlich kann ich euch von einem abenteuerreichem, aber nicht so stressigem November beim nächsten Mal berichten.

Bis dahin bin ich euer

Kater Anthony Malo Miau

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Jetzt habt Ihr beiden aber Erholung verdient!!! Ich komme Euch gerne wieder besuchen. Das wird wahrscheinlich aber im nächsten Jahr sein.

    Liebe Grüße
    Renate

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