Schluß mit dem Plastikmüll, aber wie?

Ob wir den Klimawandel stoppen oder verlangsamen können, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Auch bin ich nicht sicher, ob die Klimaveränderung ausschließlich von uns Menschen verschuldet wurde. Kimaveränderungen, wie Eis- oder Warmzeiten, hat es immer auf der Erde gegeben und wird eventell durch unseren Lebensstil beschleunigt. Das heißt natürlich nicht, dass wir so weitermachen sollen wie bisher.

Was auf jeden Fall jeder von uns ändern kann, ist die enorme Vermüllung unseres Planeten. Besonders Plastik sorgt für grosse Verschmutzungen. Die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Gesundheit von Tier und Mensch sind noch nicht absehbar. Wir können alle einen großen Beitrag zur Verminderung von Plastikmüll leisten und und uns Stück für Stück vom Kunststoff in unserem Leben befreien.

In unseren Haushalten befinden sich viele Gegenstände, die offensichtlich aus Platik bestehen. Aber wir finden den ungeliebten Stoff auch in vielen Produkten, in denen wir es nicht vermutet hätten.

 

 

In der Küche

  • Plastik, das mit Hitze in Berührung kommt, sollten wir sofort entsorgen, da durch das Erwärmen Stoffe aus dem Plastik in unsere Speisen übergehen können. Also, zum Beispiel Kochlöffel aus Holz benutzen.
  • Bei Waserkochern darauf achten, dass diese nicht aus Kunststoff, sondern aus Edelstahl gefertigt wurden.
  • Für Tee am besten ein Teesieb und losen Tee benutzen.
  • Die Kaffeeliebhaber von euch, sollten auf jeden Fall auf Kapselmaschinen verzichten. Ich finde, das versteht sich von selbst, da sie eine Unmenge von Plastikmüll produzieren und zudem unverhältnismässig teuer sind.
  • Wasser aus der Leitung nutzen. Kein kaufbares Wasser ist so gut kontrolliert, wie Leitungswasser. Wer auf die kleinen Prickelbläschen nicht verzichten möchte, kann sich einen Sprudler zulegen. Hier auf gute Qualität achten und auf keinen Fall PET-, sondern Glasflaschen nutzen.
  • Bei Schneidebrettern aus Kunststoff ist die Gefahr ebenfalls groß, dass Plastikteilchen in unser Essen gelangen. Deshalb diese am besten entsorgen und Holzbretter nutzen.
  • Ganz nebenbei ist es sinnvoll, einmal unsere Putzmittel zu überprüfen und sie zu reduzieren bzw. durch natürliche und altbekannte Hausmittel zu ersetzen.
  • Kein beschichtetes Backpapier benutzen. Früher ging es auch ohne. Formen und Backbleche können eingefettet und mit Mehl bestäubt werden. Wer auf Backpapier nicht verzichten möchte, nimmt Butterbrotpapier, das nicht beschichtet ist.
  • Spül- und andere Bürsten und Schwämme bestehen ebenfalls oft aus Plastik. Sie können nach und nach durch natürliche Materialien ersetzt werden.

 

 

Frisch- und Vorratshaltung

Gerade in der Vorratshaltung haben sich, bei vielen von uns, Riesenmengen an Plastikbehältern angesammelt. Hier können wir nach und nach vieles ersetzen.

  • Um Brot frisch und schimmelfrei zu halten, gibt es sehr schöne Behälter aus Holz oder Edelstahl.
  • Alle trockenen Lebensmittel können wunderbar in Gläsern gelagert werden. Bei Gewürzen zum Beispiel, ersparen wir uns zusätzlich riesige Mengen an Müll, in dem wir sie in Tütchen nachkaufen.
  • Essensreste können ebenfalls in Gläsern oder Edelstahlboxen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Kartoffeln, Zwiebeln, Äpfel usw. sind in Körben oder Stoffbeuteln gut aufgehoben.
  • Auch zum Einfrieren werden keine Plastikbeutel oder -behälter benötigt. Gläser (nur zu 2/3 füllen) oder Edelstahlboxen funktionieren genauso gut. Beutelchen aus Baumwolle eignen sich zum Einfrieren von Gemüse, Brot und trockenem Kuchen.
  • Frischhaltefolie, mit der ich persönlich immer meine Kämpfe habe, ersetzen wir durch mit Wachs überzogene Baumwolltücher. Diese Tücher sind antiseptisch und können gut in jede erdenkliche Form gebracht werden. Zudem kann man die Tücher über lange Zeit wiederverwenden. Anleitungen, wie die Tücher hergestellt werden, findet ihr im Internet.

 

Im Badezimmer

  • Zum Abschminken gibt es schon seit längerer Zeit Stofftücher oder -pads, die waschbar sind. Alle Produkte (bis auf Toilettenpapier), die nur einmal genutzt werden, sollten wir ersetzen. Ob es sich um Kosmetiktücher oder Servietten handelt, Stoff ist allemal besser.
  • Wegwerfrasierer sind auch solch eine unglaubliche Verschwendung, die zudem noch für jede Menge Plastikmüll sorgt. Mein Vater nutzte fast sein ganzes Leben lang einen Edelstahlrasierer, der sich mit Rasierklingen bestücken ließ. Diese Rasierer gibt es auch heute noch.
  • Ob Duschgel, Shampoo oder Seife, alles ist meist in Plastik verpackt. Mittlerweile gibt es all das im Handel auch in fester Form. Alles, was Mikroplastik enthällt (Infos über: codecheck.info), sollte – unserer Gesundheit zu Liebe, sofort entsorgt werden.
  • Zahnbürsten gibt es mittlerweile aus Holz oder Bambus.
  • Deosticks, -creme oder auch festes Deo ohne Mikroplastik und Aluminium, gibt es inzwischen in großer Auswahl.

Zum Einkaufen Körbe oder Stoffbeutel mitzunehmen, sollte mittlerweile selbstverständlich sein. Die Liste läßt sich natürlich endlos fortsetzen. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, braucht jede Umstellung ihre Zeit, aber jeder von uns kann einen großen Beitrag für eine sauberer Umwelt leisten. Wir müssen nur damit anfangen.

Habt ihr noch gute Tipps? Dann teilt sie uns doch bitte mit.

 

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