Sex und Erotik 2: Die Intimrasur

Eigentlich kann man mich als Pionierin auf diesem Gebiet bezeichnen. Zum ersten Mal rasierte ich mich bereits vor über 25 Jahren. Zumindest für meine Generation ungewöhnlich. Ich glaube, die wenigsten in meinem Alter haben überhaupt eine rasierte Bikinizone.  Ihr solltet es einmal ausprobieren – es lohnt sich.

Als ich meinen Mann kennenlernte, war auch er bereits es auszuprobieren. Ich erinnere mich mit einem Schmunzeln an seinen ersten Arztbesuch in rasiertem Zustand. Es war ihm schrecklich peinlich und er machte sich Gedanken, was der Doktor wohl über ihn denken würde. Wie erstaunt er war, dass der Doktor überhaupt nicht reagiert hat, könnt ihr euch nicht vorstellen. Wir beide haben uns sehr viel hygienischer und sauberer gefühlt und das Rasieren deshalb bis zum Schluß beibehalten. Aber das nur am Rande. Heute wollen wir ja eher die sexuellen Aspekte beleuchten.

Wer noch nicht rasiert ist, kann es entweder selber machen und seinen Partner damit überraschen. Sehr viel lustvoller ist es aber, sich gegenseitig zu rasieren. Das ist eine Variante des Vorspiels, die dem Partner viel Vertrauen schenkt und wieder neuen Schwung ins Schlafzimmer bringen kann. Das Gefühl des Ausgeliefertseins kann ja auch sehr reizvoll sein.  Männer sind ja Augenmenschen und schon während des Rasierens werden ihm interessante Einblicke gestattet. Das heizt die Lust so richtig an.

Bitte nehmt immer einen frischen Rasierer und geht sehr vorsichtig ans Werk, schließlich arbeitet ihr an sehr empfindlichen Stellen. Im Bett sollte man ein Handtusch unterlegen und Rasierschaum benutzen. Schöner finde ich es in der Badewanne. Der Rasierschaum fällt weg und das Haarentfernen geht leicht von der Hand.

Nach dem Rasieren sollte immer eine parfümlose Lotion oder Babyöl angewendet werden, damit die Haut nicht gereizt wird. Mit dem Massieren kann man dann gleich weitermachen, das gehört zum Spiel. Ein rasierter Intimbereich ist nicht nur ästhetisch, sondern das Gefühl von Haut auf Haut beim Sex ist auch viel intensiver. Der größte Vorteil aber ist, beim Oralverkehr keine Haare mehr im Mund zu haben, da kann man einfach nur ungestört geniessen.

Wer Gefallen an der glatten Haut im Intimbereich gefunden hat, aber das lästige Jucken und Nachwachsen stacheliger Borsten nicht mag, kann sich die Intimbehaarung entfernen lassen. Viele Kosmetikstudios bieten Verfahren an, bei denen mittels Wachs die Haare im Intimbereich für Wochen entfernt werden. Möglich sind eine Komplettenthaarung oder auf Wunsch auch ausgefallene Frisuren im Intimbereich. Allerdings fällt dann das schöne Ritual des gegenseitigen Rasierens weg.

Eine kleine Anekdote zum Schluß. Jetzt lebe ich ja alleine und habe in der neuen Wohnung nur eine Dusche. Rasieren ist so etwas umständlicher, also hatte ich beschlossen es zu lassen. Was soll ich euch sagen, ich hatte ja meine Intimbehaarung 25 Jahre nicht mehr gesehen und mich hat fast der Schlag getroffen. Bei mir „alten“ Frau liegt der Schnee nicht nur auf dem Berg, sondern auch im Tal. Meine Haare sind auch dort schneeweiß geworden. Vor lauter Schreck habe ich mir sofort neue Rasierer gekauft und nun sind si wieder weg, die Haare. Was nützt das Haare färben auf demKopf, wenn man untenrum doch wie 80 aussieht.

 

 

 

 

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Hahaha!!!! Schnee im Tal!!!!! Da muss ich auch mal nachschauen!
    Ich komme mit einer vollständigen Intimrasur nicht so gut zurecht, weil mich die Stoppeln und Pusteln sehr stören. Im Sommer rasiere ich mir die Bikinizone ein bisschen, mehr aber auch nicht. Zumal es meinem Mann egal ist. Allerdings habe ich das Glück, dass ich nicht so „zugewachsen“ bin – vielleicht sehe ich die grauen Haare auch nicht so gut. 😉
    LG
    Sabienes

    Antworten

    • Graue Haare gingen ja noch, aber die sind schneeweiß. Grausam!!! Na ja, auf dem Kopf wären Sie auch schneeweiß, wenn ich nicht färben würde. Ich hatte schon mit 16 die ersten grauen Haare.

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