Bücher zum Verschenken oder Selberlesen

Weihnachten steht vor der Tür und Bücher sind immer wieder ein schönes Geschenk. Für alle, die etwas Zeit zwischen den Tagen haben, sind die nachfolgenden Bücher auch zum Selberlesen empfohlen:

Lars Jaeger

Mehr Zukunft wagen!

Wie wir alle vom Fortschritt profitieren

Lars Jaeger hat eine ermutigende Botschaft: Wir können den rapiden wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt der Gegenwart positiv gestalten. Wir brauchen keine Angst zu haben vor Digitalisierung, Nano- und Quantentechnologie oder dem Bioengineering. Im Gegenteil: Dieses Neue bedeutet nicht das Ende der Welt, sondern die Zukunft der Menschheit!

Die im Buch angesprochenen Themen sind im Moment in aller Munde. Der Autor geht auf die wichtigsten Themen unserer Zeit ein und dass aus unterschiedlichen Perspektiven. Ein interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt.

Alleinsein heißt nicht einsam sein. Der bewusste und achtsame Umgang mit sich selbst lässt sich lernen und dient im Alleinsein als Kraftquelle. Einfühlsam nehmen die Autoren Sie hierbei an die Hand. Die Kombination von heutigen psychologischen Therapieansätzen und uralter fernöstlicher Spiritualität wird in den USA seit einigen Jahren erfolgreich angewandt. In letzter Zeit auch immer häufiger in Deutschland. Dieser Zulauf entspringt der Sehnsucht der Menschen nach besonderer Hilfe in Zeiten von Hektik, Stress und Alltagssorgen. Themen wie Achtsamkeit, Stille, Kontemplation, Buddha, Meditation, Yoga, Askese sind en vogue …

Das kleine Büchlein gibt, auf leichte Weise, Einblicke in den Buddhismus und die dazugehörige Lebensweise. Mit leichten Übungen können wir Erlernen, wie wir das Alleinsein als Kraftquelle nutzen.

 

Carolin Müller

Alleinsein macht stark

Lars Saabye Christensen

Die Spuren der Stadt

Was hören wir, wenn wir der Stadt lauschen? Welche Spuren hinterlässt sie in uns? Wer ist am anderen Ende, wenn wir telefonieren? Kennen wir die, die an der Straßenecke stehen, verzaubert von den Lichtern und Geräuschen der Stadt? Lars Saabye Christensens Roman spielt im Oslo der Nachkriegszeit – er erzählt darin auf berührende, süchtig machende Weise von den Sehnsüchten und Nöten seiner Bewohner, deren Schicksal unauslöschlich mit der Stadt und den Straßen, in denen sie leben, verwoben ist.

Selbst Großstadtkind (Köln) und in den Nachkriegsjahren geboren, hat mich dieses Buch von Anfang an fasziniert. Der Autor zeichnet ein zutreffendes Bild vom Leben in einer Stadt nach dem 2. Weltkrieg und den Sorgen und Nöten ihrer Bewohner. Absolut lesenswert.

 

Mütter sind anstrengend und bleiben es ein Leben lang. Schon als Kind spürt Vivian Gornick bei ihrer Mutter eine blinde Wut über deren Schicksal als Hausfrau. Begleitet von der trotzigen Behauptung, die wichtigste Rolle einer Frau sei die der Ehefrau und Mutter. Darüber, dass die Tochter Unabhängigkeit und Schriftstellerei wählt, können die beiden Frauen endlos streiten, zugleich sind sie unzertrennlich. In diesem biografischen Roman, der noch nie auf Deutsch erschienen ist und gerade in mehreren Ländern neu entdeckt wird, zerlegen Mutter und Tochter auf kilometerlangen Fußmärschen durch New York weibliche Lebensentwürfe und führen ein furioses und komödiantisches Defilee verschiedenster Charaktere, ihrer Liebhaber, Träume und Enttäuschungen auf.

Selbst hatte ich ein mehr als schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter. Vielleicht auch aus diesem Grund hat mich das Buch, mit seinen feinsinnigen und manchmal teuflichen Dialogen, mit den genauen Beobachtungen und fast neurotischen Handelnden, von Anfang an in seinen Bann gezogen.

Ein hervorragend geschriebens Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legt, bis die letzte Seite gelesen ist.

 

Vivian Gornick

Ich und meine Mutter

Brenda Strohmaier

Nur über seine Leiche

Zehn Jahre lang versuchte Brenda Strohmaier, ihren Freund vom Heiraten zu überzeugen. Kaum hatte er endlich »Ja« gesagt, war sie plötzlich: Witwe. Mit 44. Fort war ihr kluger, schöner Mann, zurück blieb sie mit Trauerschmerz plus Bürokratieirrsinn. Und Fragen. Wie soll das gehen, so ein Leben und Lieben danach? Kann man mit Mitte 40 noch mal von vorne anfangen? Sie beschließt, der erzwungenen Rückkehr ins Single-Dasein ein paar neue Erkenntnisse abzutrotzen. Reist ein paar Monate durch die Welt, konsultiert Nachlassexperten, Meditationslehrer, Friseure, küsst eine Frau. Fazit ihrer irrwitzigen Odyssee: Bedingt lustig, dieses „verwitwet“. Aber verdammt lehrreich.

Nein, das Buch ist keine Krimikomödie, wie der Titel vermuten läßt. Es ist eine Autobiografie und kann uns vieles lehren. Selbst Witwe, kam mir einiges sehr bekannt vor. Trotzdem konnte ich für mich noch etwas mitnehmen. Die Autorin sagt uns nicht, wie wir trauern sollen oder Trauer bewältigen. Sie zeigt uns, wie sie das Leben nach dem Tod ihres Mannes nach und nach in den Griff bekam und was sie sich selbst verordnet hat.

Das Buch ist zwar mit einer guten Prise Humor geschrieben und kommt ohne  schwermütige Texte aus, aber ich kann es nur Frauen in der gleichen Situation wirklich empfehlen. Ich bezweifle, ob Menschen ohne diese Erfahrung. ihren Mann verloren zu haben, soviel damit anfangen können. Deshalb nur bedingt lesenswert.

 

 

Ich hoffe, ihr könnt mit den Tipps etwas anfangen und lest oder verschenkt das eine oder andere der Bücher.

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