Fünf Frühwarnzeichen für Diabetes

Der Diabetes mellitus gehört mit rund sechs Millionen Patienten und vermutlich ebenso viel Menschen mit unerkanntem Diabetes oder hohem Risiko für diese Stoffwechselerkrankung zu den größten Volkskrankheiten in Deutschland.1 Weil sie nicht weh tut, wird sie häufig spät erkannt.

Auf welche Alarmsignale des Körpers sollten wir besonders achten

1. Vermehrter Durst und erhöhte Harnausscheidung

Zirkuliert im Körper eine erhöhte Menge an Glukose, versucht dieser sie über die Nieren auszuscheiden. Weil Glukose Wasser bindet, erhöht sich auch die Menge an Urin. Die Blase hat eine Kapazität von 0,3 bis 0,6 Liter. Bei Männern tritt bei etwa 350–750 ml Füllmenge starker Harndrang ein, bei Frauen reichen bereits 250–550 ml aus. Wer mehr als drei Liter Harnmenge pro Tag ausscheidet, sollte sich vom Arzt untersuchen lassen. Diesen Zustand bezeichnet man als Polyurie. Bei einem schlecht eingestellten oder unentdecktem Diabetes mellitus kann es aufgrund einer sog. osmotischen Diurese zur Polyurie mit Ausscheidung von Glukose kommen.

2. Plötzliche Gewichtszu- oder abnahme

Ein Gewichtsverlust ist in der Regel das erste Symptom des Typ-1-Diabetes, weil er infolge eines niedrigen Insulinniveaus entsteht. Überschüssige Glukose und Insulinmangel verursachen Stoffwechselstörungen. Hat der Körper keinen Zugriff auf Energie, so geht er an die Reserven, sprich Fett und Eiweiß aus dem Muskel. Beim Typ-2-Diabetes verringert sich das Gewicht, wenn der Glukosespiegel sehr hoch ist und die Zellen der Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage sind, Insulin zu produzieren. Zu Beginn der Erkrankung kann sich das Gewicht jedoch leicht er-höhen, da im Körper zu viel Insulin zirkuliert, das den Appetit anregt und die Fettspeicherung begünstigt. Typ-2-Diabetes kann Übergewicht und abdominale Adipositas begünstigen.

3. Anhaltende Müdigkeit, Schläfrigkeit sowie Stimmungsschwankungen

Wenn dem Körper nicht genügend Glukosereserven zur Verfügung stehen, fehlt ihm der „Kraftstoff“. Man fühlt sich oft müde und schlapp. Oft werden diese Symptome mit den Auswirkungen von Stress, Wetterfühligkeit oder Schlafmangel in Zusammenhang gebracht.

4. Erhöhte Anfälligkeit für Infekte und Pilzerkrankungen

Ein bestehender Diabetes senkt die Effizienz des Immunsystems herab, weshalb sich die Infektanfälligkeit bei Betroffenen erhöhen kann. Besonders häufig sind Pilzinfektionen im Intimbereich.

5. Impotenz als Folge von Diabetes

Die aus der Balance geratenen Blutzuckerwerte können die Blutgefäße und Ner-ven verändern, wodurch sich bei Männern auch Potenzstörungen einstellen können. Verlust der Errektionskraft kann die Folge sein.

Quelle: medicalpress.de

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