Ja es stimmt, Krebs ist ein Arschloch

 

Vorige Woche habe ich euch von meiner Krankenhaus-Odysee erzählt und nun ist das Ergebnis da. Diagnose: Stimmlippenkarzinom. Wumm, das ist erst einmal wie “Hammer auf Kopf”. Gerade noch habe ich meinen krebskranken Mann in den Tod begleiten müssen und jetzt habe ich mir selbst diese bösartige Krankheit eingefangen. Liebes Schicksal, was soll das bloß?

Ich hörte die Worte des Arztes und tausend Dinge gingen mir durch den Kopf und dann, nach gefühlten 10 Stunden, das Positive: Der Krebs ist früh genug erkannt worden und die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor bei einer Operation vollständig entfernt werden kann, ist sehr hoch. Ich glaube, jeder konnte den Stein hören, der mir in diesem Moment von meinem Herzen fiel. Habe ich doch bei allem Unglück trotzdem Glück gehabt.

Nach der Operation werde ich wenig bis keine Stimme haben und muß dann regelmäßig zum Logopäden, üben – üben – üben. Nach etwa 12 Wochen muß noch einmal Gewebe entnommen werden, damit sie sehen können, ob der böse Krebs wirklich vollständig entfernt wurde. Über Jahre werde ich dann engmaschig überwacht, ob sich wieder neue Tumore gebildet haben. Mit dem Rauchen muß ich aufhören, weil dies die häufigste Ursache für dieses Karzinom ist. Durch das alles muß ich durch – aber, wenn alles gutgeht, habe ich wirklich grosses Glück gehabt.

Morgen geht es wieder ins Krankenhaus und übermorgen werde ich operiert. Haltet mir die Daumen, dass alles klappt.

Ihr Lieben, diese Art von Krebs hat den grossen Vorteil, dass er sich sehr früh bemerkbar macht. In meinem Fall mit anhaltend starker Heiserkeit. Bitte, wenn ihr über einen längeren Zeitraum (länger als drei oder vier Wochen) solche Beschwerden habt oder auch andere anhaltende Veränderungen an euch bemerkt, lasst es vom Arzt abklären. Lieber einmal zuviel untersucht, bevor es am Ende zu spät ist.

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