Sweetsixty in Südafrika – Omicron has come

Heute geht es um etwas, dass mich in den letzten Tagen sehr traurig und nachdenklich gemacht hat. Es geht um die neue Corona Variante Omikron. Deshalb verschiebe ich meinen Bericht über unsere Reise nach Kapstadt um eine Woche. Ich konnte einfach nicht über etwas so Schönes schreiben in der momentanen Situation. Dafür habt ihr bestimmt Verständnis.

Der WDR schreibt heute:

“Die neue Omikron-Mutante breitet sich immer weiter aus und taucht auch in Europa auf.  Allein in Deutschland wurden bisher drei Fälle bekannt: zwei Verdachtsfälle in Bayern und ein inzwischen bestätigter Fall in Hessen. Alle drei Personen sind in Isolation. Auch Österreich und weitere Nachbarländer Deutschlands melden am Wochenende Infektionsfälle. In Tirol sei ein Reisender aus Südafrika zurückgekommen und positiv getestet worden.

Die mit der neuen Virusvariante infizierten Menschen in Südafrika sind nach Angaben der dortigen Medizinervereinigung bislang nicht schwer erkrankt. Der Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbandes sagte der BBC, die bisher in ihrem Land festgestellten Fälle seien nicht schwerwiegend. Es handele sich nicht um Patienten, die in ein Krankenhaus eingeliefert würden.”

Sollte sich das bewahrheiten, ist das Kind für Südafrika leider bereits in den Brunnen gefallen. Die meisten Touristen haben fluchtartig das Land verlassen und bereits gebuchte Urlaube wurden inzwischen storniert.

Südafrika hätte in diesem Jahr die Touristen so  dringend gebraucht, da im letzten Jahr bereits die komplette Urlaubssaison ausgefallen war. Für dieses wunderschöne Land ist das eine Katastrophe.

In den fast vier Wochen, die ich dort sein durfte, habe ich das Land und die Menschen lieben gelernt. Alle sind so freundlich, bieten einen tollen Service. Die Menschen brauchen ihre Jobs. Gerade im Service arbeiten zum allergrössten Teil Farbige, die es eh nicht leicht haben. Staatliche Zuschüsse für Geschäfte, Hotels und Restaurants gibt es kaum und so etwas wie Kurzarbeitergeld gibt es dort nicht.

In einem Interview sagte eine Südafrikanerin: “Wenn wir noch einmal in den Lockdown müssen, verhungern meine Familie und ich, bevor uns das Virus erwischt.

Ich erinnere mich so gerne an singende Verkäuferinnen, tanzende Kellner und lauter wirklich nette Menschen. Ich erinnere mich an die, die ganz einfache Jobs verrichten, schlechtbezahlt und die glücklich sind über ein kleines Frühstück und eine Tasse Kaffee. Ich erinnere mich aber auch an all die Armen, die an den Ampeln un ein paar Rand bitten und sich über eine Restetüte mit Essen freuen wie die Schneekönige. Um all die mache ich mir große Sorgen.

Wenn ich dann hier in Deutschland sehe, wie leichtfertig viele mit unser aller Gesundheit umgehen. Sie feiern am 11.11. hier in Köln zu Tausenden Karneval, stehen auf Weihnachtsmärkten eng an eng und besuchen mit 40 000 anderen Menschen Fußballspiele und dass, obwohl unsere Krankenhäuser bereits überlastet sind. Ich Frage mich, ob die alle noch ganz gescheit sind. Ein bisschen Rücksicht auf andere und ein wenig Demut würde allen gut tun.

 

 

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