Mein Traum von Afrika

Seit ich vor vielen Jahrzehnten, genauer gesagt vor 35 Jahren, den Film “Jenseits von Afrika” gesehen habe, ist dieser Kontinent eine Art Sehnsuchtsort für mich. Irgendwann wollte ich das selbst erleben, was ich auf der großen Kinoleinwand sah.

Schon als der Vorspann lief, eine wahnsinnig schöne Landschaft zu unglaublicher Musik zu sehen war und eine Stimme aus dem Hintergrund sagte: “Ich hatte eine Farm in Afrika”, liefen mir die Tränen. Diese wunderbaren Bilder ließen mein Herz aufgehen und tun es bis heute noch. Jeder Mensch hat wohl so einen Sehnsuchtsort, dass heißt einen weiteren Ort, außer der Heimat, auf dieser Welt, der große Gefühle auslöst. Bei mir ist das Afrika.

Alle, die meinen Blog kennen wissen, welch bewegtes Leben mit vielen Höhen und Tiefen ich hinter mir habe. Viel habe ich erlebt, große Reisen gehörten nicht dazu. Die weiteste Reise ging in die Türkei, zu mehr hat es leider nicht gerreicht und Afrika lag in weiter Ferne für mich. Immer, wenn es mir finanziell einigermaßen gut ging, hatte das Schcksal eine neue Herausforderung parat.

Lange stand Afrika auf meiner Bucket List, der Liste der Dinge, die ich noch machen wollte in meinem Leben. Letztes Jahr habe ich das Thema dann endgültig gestrichen. Meine Freundin kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fliegen und alleine kam ein solcher Trip für mich nicht in Frage. Also, aus der Traum.

Nun passirte etwas, womit ich im Leben nicht gerechnet hätte: Vor ein paar Monaten eröffneten mir meine Schwester Marion und mein Schwager Rudi, dass sie dieses Jahr nach Südafrika reisen würden. Nicht für einen Urlaub, nein, Rudi wird von seiner Firma für mindestens zwei und höchsten vier Jahre nach Johannesburg entsandt. Die Beiden freuen sich wie kleine Schneekönige und ich mich auch. Natürlich bin ich auch ein wenig traurig, weil ich ausser meiner Schwester nur noch eine Kusine mit Anhang als Familie habe und die lebt auch nicht gerade um die Ecke. Andererseits ist da auch große Freude in mir. Ich freue mich für Marion und Rudi, die es kaum erwarten können und für mich.

Hey Leute, ich komme doch noch nach Afrika. Wenn ich kann, werde ich die Zwei mindestens einmal im Jahr besuchen. Man sollte seine Träume doch nicht so schnell aufgeben, denn manchmal kommt es anders, als man denkt. Marion und Rudi sind noch nicht weg und ich bin schon voller Vorfreude auf diese Reise. Verrückt, oder?

Eigentlich sollten die Beiden Ende März nach Johannesburg reisen, um sich Häuser anzuschauen. Wohnen müssen sie schließlich irgendwo. Corona sei Dank, wird das nun nichts. Endgültig ausreisen sollen sie Ende April. Ob das so klappt, ist noch nicht sicher, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Irgendwann ist auch die Corona-Krise vorbei.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich freue mich für Dich! ich selbst bin nach Knochenmarktransplantation immunsupprimiert, darf nicht in exotische Länder reisen – meine Afrikaträume hatte ich eigentlich auch begraben. Doch letztes Jahr wurden wir von Freunden in Südafrika eingeladen – meine Ärzten gaben mir grünes Licht, und mein Mann und ich waren im Februar kurz entschlossen – noch gerade vor Corona-Schließung zwei Wochen in Südafrika am Westkap.
    Ich kann Dich nur ermutigen – es ist ein wunderschönes Land! Fahr hin, nehme das Land und die Landschaft, die Leute, das Licht und die Stimmung mit Deinen ganzen Sinnen auf!
    Ich freue mich für Dich!
    Du kannst gerne hinterher einmal mitteilen,wie die Reise für Dich war!! Viele herzliche Grüße, Annette

    Antworten

  2. Was für eine tolle Chance für dich, endlich einmal deinen großen Traum zu erfüllen!
    Jetzt muss nur noch die Corona-Krise überwunden werden, aber das hältst du aus.
    LG
    Sabiene

    Antworten

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.