Haste mal nen Euro?
Kennst du diesen Satz noch? Früher (und auch heute noch) stand manchmal jemand vor dem Kiosk, vor dem Bahnhof oder an der Ecke und fragte: „Haste mal nen Euro?“ oder „Haste mal ne Mark?“ (so alt bin ich schon). Manchmal hat man etwas gegeben, manchmal nicht. Aber der Satz blieb hängen.
Heute frage ich ihn auch. Nicht laut, nicht aufdringlich, eher so nebenbei – auf meinem Blog. Dort steht seit einiger Zeit ein kleiner Hinweis:
„Wenn dir der Blog gefällt, freue ich mich über eine kleine Spende. Jeder Euro geht an die private Initiative „Hilfe von Mensch zu Mensch“ für Frauen und Kinder in Eswatini. Dort gibt es eine Suppenküche und wir sammeln zum Beispiel für Schulschuhe.“
Ganz einfache Dinge also. Dinge, die für uns hier selbstverständlich sind. Das steht schon seit Anfang 2025 auf meinen Blog und weißt du, wie viele Spenden angekommen sind?
Zwei! Zwei Menschen! Zwei kleine Zeichen!
Natürlich bin ich trotzdem dankbar dafür, aber ein bisschen überrascht bin ich schon. Denn ich weiß, dass viele meinen Blog lesen. Einige sogar regelmäßig. Manche schreiben mir nette Kommentare oder schicken liebe Nachrichten. Darüber freue ich mich jedes Mal, aber manchmal denke ich mir auch: Eine Frauenzeitschrift am Kiosk kostet mindestens fünf oder sechs Euro und wenn man sie aufschlägt, besteht über die Hälfte aus Werbung. Hochglanzseiten für Dinge, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie unbedingt braucht.
Mein Blog funktioniert ein bisschen anders. Ich versuche, so wenig Werbung wie möglich zu machen. Nur für Dinge, die mich wirklich begeistert haben. Keine blinkenden Banner, keine dauernden Kaufempfehlungen. Dafür Geschichten, Erinnerungen, kölsche Anekdoten und Gedanken über das Leben. Manchmal ein bisschen Humor, manchmal ein bisschen Nachdenklichkeit.
Ja, es ist auch Arbeit. Schreiben, recherchieren, bearbeiten, hochladen. Das macht mir Spaß, sonst würde ich es nicht tun. Aber ganz ohne Mühe ist es eben auch nicht. Deshalb stand irgendwann dieser kleine Satz dort: „Wenn euch der Blog gefällt, freue ich mich über eine kleine Spende.“, nicht für mich, sondern für ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Für Frauen und Kinder in Eswatini, für eine Suppenküche, für Schulschuhe, für kleine Geschenke an die Kinder z.B. zu Ostern oder Weihnachten. Für ein bisschen Unterstützung von Mensch zu Mensch.
Ich werde den Satz auch weiterhin dort stehen lassen, ohne Trommelwirbel, ohne großes Werbegetöse, Heute wollte ich einmal kurz erzählen, warum und frage ganz freundlich – fast so wie früher vor dem Kiosk:
Haste mal nen Euro?
Wenn nicht, ist das auch in Ordnung, dann lies gerne einfach weiter meinen Blog. Aber wenn doch, dann weißt du: Jeder einzelne Euro landet genau dort, wo er gebraucht wird und das ist eigentlich eine ziemlich schöne Vorstellung.
Einfach und unkompliziert über diesen Link (PayPal) spenden
Danke dir von ganzem Herzen.


