Lieblinge
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Köln für Imis: Der Kallendresser – Der stille Protest auf der Dachrinne
Willkommen in der Kölner Altstadt. Du gehst nichtsahnend durch enge Gassen, schaust hoch und da sitzt er, der Kallendresser. Die Figur sitzt hockend am Rand eines Daches (auf Kölsch: „Kall“), und verrichtet gerade sein „kleines großes Geschäft“ mit entblößtem Hintern und frechem Gesichtsausdruck. die Rückseite zur Welt, die Meinung deutlich gemacht. Die Geschichte geht so: Irgendwann war jemand richtig sauer auf den Rat der Stadt – wahrscheinlich wegen Steuerbescheiden oder weil das Bier mal wieder lauwarm war – und ließ aus Trotz die Figur anbringen.Quasi: „Leck mich am… Kall!“ Heute ist der Kallendresser Kult. Touristen machen Selfies, Einheimische nicken zustimmend, und Kinder fragen: „Mama, warum macht der…
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Köln für Imis: „Et kütt wie et kütt“ – Kölsche Lebenskunst in Reinform
Manchmal begegnet man einer Lebensweisheit, die so tiefgründig ist, dass man sie am liebsten auf ein T-Shirt drucken, an die Wand nageln und jedem nervösen Mitmenschen auf den Stirn kleben möchte. In Köln lautet diese Weisheit schlicht und elegant: „Et kütt wie et kütt.“ Wörtlich übersetzt heißt das: „Es kommt, wie es kommt“ und sinngemäß bedeutet es so viel wie: „Hör auf, dir den Kopp zu zerbrechen – du kannst es eh nicht ändern“. In Köln ist das kein resigniertes Schulterzucken, sondern ein lebensbejahender Tusch der Gelassenheit. Während der Berliner noch grummelt, der Hamburger höflich zweifelt und der Münchner mit leichtem Murren plant, was er morgen grantelt, …
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Köln für Imis: Tünnes und Schäl – Wenn Kölsche Originale aufeinandertreffen
Man nehme einen gutmütigen Bauern mit Knollennase (Tünnes) und stelle ihm einen spitzohrigen Schlauberger zur Seite (Schäl), und schon hat man das kölsche Comedy-Dreamteam des 19. Jahrhunderts, lange bevor Mario Barth die Bühne ruinierte. Tünnes ist der Typ, der noch glaubt, dass man mit Arbeit reich wird. Schäl hingegen hat das Herz auf der Zunge, den Finger im Portemonnaie von anderen. Zusammen sind sie wie Kölsch und Mettbrötchen: nicht jedermanns Sache, aber für Kölner absolute Pflicht.
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Köln für Imis: „Wat fott es, es fott“ – Die Kunst des Loslassens auf Kölsch
Der Mensch klammert ja gern. Er klammert sich an Dinge, Menschen, Erinnerungen und Bons von 1994. Doch nicht so wir Kölner. Wir haben einen Spruch parat, der wie ein geistiger Frühjahrsputz wirkt – radikal, aber befreiend: „Wat fott es, es fott.“ Übersetzt: Was weg ist, ist weg oder in moderner Selbsthilfe-Sprache: Lass los, du hast es sowieso nicht mehr unter Kontrolle oder ganz ehrlich: Pech gehabt, trink ein Kölsch.
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Köln für Imis: Willi Millowitsch – Der kölsche Jung
Wenn Köln ein Herz hat, dann ist Willi Millowitsch mindestens die linke Hätzkammer. Ja, ich weiß, das heißt auf Hochdeutsch „Herzkammer“, aber Willi hätte mich dafür schon längst aus dem Wohnzimmer geschmissen, natürlich mit nem Kölsch in der Hand und einem breiten Grinsen im Gesicht.






