Gelesen: „Der Tod bringt mich nicht um – Warum ich Bestatterin geworden bin“

Das Buch von Nicole Rinder habe ich letzte Woche mit ins Krankenhaus genommen. Guter Lesestoff ist da immer wichtig. Nach den ersten Seiten war ich nicht mehr sicher, ob dies die richtige Lektüre für diesen Ort ist. Nachdem uns die Autorin zunächst einmal erklärt, warum sie dieses Buch geschrieben hat, erzählt sie vom Tod ihres Sohnes. Eine so berührende Geschichte, dass mir die Tränen die Wangen runter liefen. Ein bißchen peinlich, weil ich ja nicht alleine im Krankenzimmer war. Aber egal, manchmal rührt uns das, was wir lesen halt zu Tränen.

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Seltsame Zeiten

Gerade liegt der 19. Hochzeitstag hinter mir. An diesem Tag war ich mit einer Freundin in der Stadt unterwegs. Das hat mich abgelenkt und machte mir den Tag etwas leichter. Trotzdem ist im Moment eine seltsame Zeit.

Ich trage dich wie eine Wunde
auf meiner Stirn, die sich nicht schließt.
Sie schmerzt nicht immer. Und es fließt
das Herz sich nicht draus tot.
Nur manchmal plötzlich bin ich blind und spüre
Blut im Munde.

(Gottfried Benn)

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Ein seltsames Gefühl von Schuld

Obwohl ich nach dem Tod meines Mannes wieder mitten im Leben stehe und mit Spaß und Freude an alles herangehe, nagt etwas in mir. Wie meine Leser wissen, war mein Mann fast 8 Jahre schwer an COPD erkrankt und wir beide wussten, dass wir nicht mehr so viel gmeinsame Zeit haben würden. Als dann die Krebsdiagnose kam ging alles sehr schnell. In dieser Zeit habe ich etwas seltsames an mir festgestellt. Etwas, dass ich bis heute nicht wirklich einordnen kann.

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Erinnerung

10850142_887000641318230_1546680857781509364_nHeute ist mein Mann ein halbes Jahr tot. Seit seinem Todestag war ich nur im Hamsterrad. Erst alles regeln, was zu regeln war, dann neue Wohnung suchen. In der alten Wohnung mußte aussortiert werden was zuviel war oder nicht mehr gebraucht wurde. Verkaufen, Entsorgen, Kisten packen, zwischendurch Wohnungen besichtigen, dann neue Möbel bestellen und umziehen. Meinen Lebensunterhalt mußte ich natürlich auch noch verdienen.

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Das Leben ist manchmal ein Arschloch

 

Es gibt nur zwei Dinge in unserem Leben die sicher sind, unsere Geburt und unser Tod. Alles andere ist variabel.

Heute bin ich genau 2 Monate Witwe. „Witwe“, dieses Wort mag mir noch immer nicht so wirklich über die Lippen. Irgendwie fühlt sich das merkwürdig an.

Kurz nach Bernds Tod habe ich ja angekündigt, dass ich alles aufschreiben werde.

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Der Tag verabschiedet sich, es wird Nacht…. auch im Herzen

Nachdem mein geliebter Mausebär gerade einmal 6 Tage tot ist, bin ich immer noch nicht in der Lage einen vernünftigen Beitrag zu verfassen.

Heute veröffentliche ich einen offenen Brief unserer Freundin Gitta, die ihren Mann unter fast den gleichen Umständen verloren hat, wie ich. Die Sonne ist zwar kurz untergegangen, aber sie geht auch wieder auf und bald wird das Leben sich normalisieren. So hätte mein Mann es gewollt.

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Offener Brief von Gitta

Wie ihr ja sicher schon gelesen habt, sind mein Mann und ich im Moment in der schlimmsten Phase unseres Lebens angekommen und ich habe mich entschlossen, einige Gefühle und Erinnerungen mit euch zu teilen.

Von einer lieben Freundin, die auch schon einen Teil ihres Lebens in der Fragebogen-Aktion „Kindheit und Jugend“  und „Beruf, Partnerschaft, Familie“ mit uns geteilt hat, erhielt ich einen offenen Brief. Diesen Brief hat sie zur Veröffentlichung freigegeben:

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