Lebenslust
Hier findet ihr Beiträge zu Themen wie Mode, Schönheit, Reisen, Events und allem was Spaß macht.
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Warum ist das Wort „alt“ so negativ belegt?
Neulich stand ich im Drogeriemarkt, vor dem Regal mit den Anti-Aging-Cremes, also dem Gral der ewigen Jugend. Die Etiketten versprachen „straffe Haut ab 30“, „Frischekick für müde Zellen“ und „sichtbare Verjüngung in nur 7 Tagen“. Neben mir eine Frau, vielleicht Mitte 50, die leise vor sich hinmurmelte: „Alt wird man nicht, alt ist man plötzlich.“ Ich musste schmunzeln – und dachte: „Warum eigentlich klingt „alt“ immer so… katastrophal?“ Das Wort „alt“ hat es wirklich nicht leicht. Es klingt, als müsste es dringend ersetzt oder zumindest gut verpackt werden. „Alt“ ist irgendwie gleichbedeutend mit nicht mehr brauchbar, verstaubt oder kurz vor der Entsorgung.
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Das Glück der Gleichzeitigkeit und das Leben im Jetzt
Es gibt Momente im Leben, in denen alles gleichzeitig geschieht. Nicht in der Art von Chaos oder Überforderung, sondern in einer Weise, die sich fast magisch anfühlt, als würde sich das Leben für einen kleinen Augenblick synchronisieren, als ob alles zusammenpasst. Der Kaffee ist genau richtig heiß, ein Freundin ruft spontan an, während man gerade an sie gedacht hat und draußen bricht die Sonne durch das Fenster, obwohl Regen gemeldet war.
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Vintage? Was ich mal im Kleiderschrank hatte
Als ich vor 10 Jahren von Krefeld nach Köln gezogen bin, hatte ich wenig Zeit zum Aussortieren. Ich stand vor meinem Schrank und dem geöffneten Bettkasten und mußte ein wenig lachen. Da waren Sie: Die Schlaghose, in der ich mich mit 16 so wohl gefühlt hatte, Die Jacke mit den überdimensionalen Schulter, die in den 80ern der absolute Renner war und in den 90ern ein modischer Fehltritt. Und jetzt? Jetzt nennt man das alles „Vintage“ und verkauft es für viel Geld auf hippen Onlineplattformen.
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Sein Hobby war das Wohnen – und das mit voller Hingabe
Es gibt Menschen mit Hobbys wie Wandern, Segeln, Töpfern oder Tango und dann gibt es meinen verstorbenen Mann, dessen größtes Hobby, neben dem Kochen, das Wohnen war.
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Köln für Imis: „Wat fott es, es fott“ – Die Kunst des Loslassens auf Kölsch
Der Mensch klammert ja gern. Er klammert sich an Dinge, Menschen, Erinnerungen und Bons von 1994. Doch nicht so wir Kölner. Wir haben einen Spruch parat, der wie ein geistiger Frühjahrsputz wirkt – radikal, aber befreiend: „Wat fott es, es fott.“ Übersetzt: Was weg ist, ist weg oder in moderner Selbsthilfe-Sprache: Lass los, du hast es sowieso nicht mehr unter Kontrolle oder ganz ehrlich: Pech gehabt, trink ein Kölsch.














