Älter werden
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„Sind wir zu alt für den Club?“ – Warum ich mit 70 immer noch tanze (und das ganz bewusst)
Vor einiger Zeit war ich mit Schwester und Schwager in einem Club in Johannesburg (Südafrika) Musik, Licht, vibrierender Boden, alles wie früher. Ich tanzte. Mitten auf der Tanzfläche. Allein, mit allen anderen um mich herum. Irgendwann kam eine junge Frau zu mir, freundlich strahlend und sagte: „Mir gefällt dein Tanzstil“. Ich lachte und antwortete: „Danke, macht auch Spaß. Immerhin bin ich schon 70“. Die Antwort kam promt: „Wow, und du tanzt besser, als die meisten hier“. Das ist so ein Moment, der mir bleibt. Ich gebe zu, ich war in diesem Moment ein wenig stolz und vor allem glücklich.
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Schönheitswahn und das Älterwerden – Gedanken aus dem Herzen
Es gibt diese stillen Momente, wenn das Haus ruhig ist, und ich mich selbst im Spiegel betrachte. Nicht nur mein Gesicht – sondern alles, was dahinter liegt. Die feinen Linien, die immer tiefer werden. Die Augen, die manchmal müde wirken, auch wenn ich genug geschlafen habe. Und ich frage mich: Wo ist die Zeit hin?
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Unsere Zeit ist endlich – wie nutzen wir sie?
Mit zunehmendem Alter denken viele von uns darüber nach, wieviel Zeit uns noch bleibt, so auch ich. Verstärkt kamen diese Gedanken, je näher der 70. Geburtstag rückte. Nun gehe ich schon auf die 71 zu und weiß, wie wir alle nicht, ob ich noch 10, 15, 20 oder mehr Jahre vor mir habe. Es kann aber auch morgen alles vorbei sein. Um so wertvoller ist jeder Tag und wir sollten ihn nutzen, so gut es eben geht.
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Die Lieder unseres Lebens
Ja, es stimmt, Musik begleitet uns durch unser Leben. Sie kann starke Gefühle in Menschen wecken. Manchmal reichen nur wenige Akkorde aus einem Lied und die Erinnerungen sind wieder da.
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Wie fühlt es sich an älter zu werden?
Das Leben war nicht immer gut zu mir, nein, es hat mich oft auf harte Proben gestellt und tut es leider immer noch. Meine Schwester sagte einmal: „Wenn Du zu einem Therapeut*in gehen würdest, müßte er/sie hinterher selbst in Therapie. Nein, ich will hier nicht jammern, denn dafür bin ich einfach nicht der Typ. Im Gegenteil, ich wundere mich manchmal selbst über meinen fast unerschütterlichen Optimismus.













